SV Diana zeigt Laien, worauf es ankommt

Bogenschießen ist eine Frage der Haltung

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Aus Messenhausen kamen Melanie Prell und Olaf Battrusaitis zum Schnupper-Schießen. Sie waren neugierig, ob ihnen dieser Sport zusagt.

Ober-Roden Zum Bogenschießen braucht"s ein genaues Auge und eine ordentliche Portion Kraft. Der SV Diana Ober-Roden, sportliche Heimat zahlreicher erfolgreicher Bogenschützen, bat Neugierige zum Test an die Zielscheiben. Von Christine Ziesecke

„Offene Wiese“ ist die augenfällige Bezeichnung des Schützenvereins Diana Ober-Roden für sein Schnuppertraining im Bogenschießen. Mehrere erfahrene Schützen und Trainer standen parat, um interessierten Besuchern einen Nachmittag lang den Olympischen Recurve-Bogen und den schwieriger zu nutzenden Blankbogen (ein Bogen ohne Visiere und Stabilisatoren) vorzustellen und um Hilfestellung beim ersten Anlegen zu leisten. Kurz zuvor waren die Diana-Schützen von den Hessischen Meisterschaften zurückgekommen – mit vielen guten Platzierungen in den Taschen wie etwa Philipp Löhr, der eine Silbermedaille gewonnen hatte. Die Nachwuchsschützen machen der mehrfachen Diana-Armbrust-Weltmeisterin Ina Schmidt in Sachen Popularität längst Konkurrenz.

Bei bestem Wetter kamen Familien und Paare vorbei, die sich für diesen Sport interessierten und einmal selbst diesen Bogenschießplatz mit den großen Schießscheiben, der sonst nur den Schützen vorbehalten ist, erleben wollten. Melanie Prell und Olaf Battrusaitis aus Messenhausen hatten"s nicht weit zum Diana-Gelände nördlich der Kapellenstraße. Sie fahren oft hier vorbei und wollten nun einmal wissen, ob das ein Sport für sie werden könnte. Ihren Söhnen Julian und Patrick wollten eigentlich Diana und Michael Gold eine neue Sportart zeigen, doch letztlich standen sie selber mit den Bogen in der Hand da und waren recht fasziniert. Kein Wunder, wenn man den gleichen Vornamen wie die Göttin der Jagd hat.

Alle Gäste merkten rasch, dass sie den Schwerpunkt ihrer Anstrengungen vor allem auf Konzentration und Haltung legen müssen. Und dass es manchmal länger dauert, den vorbeigeschossenen Pfeil im Gras zu suchen, als der Schussvorgang selbst es tut. „Na ja, wir spötteln ja schon manchmal: Wenn das Bogenschießen so einfach wäre, würde es Fußball heißen“, verkündeten Karl Schneider und seine Kollegen augenzwinkernd. Wer auch nach diesem Nachmittag Interesse hat, kann sich auf www.schuetzenverein-diana.de informieren und schreibt eine Mail an den Vorstand. Oder er schaut beim Training vorbei.

Aufgrund der großen Nachfrage ist das Bogentraining derzeit in eine Erwachsenen- und eine Jugendgruppe unterteilt. Die Zeiten: Erwachsene mittwochs von 20.30 bis 22 Uhr und samstags von 14 bis 16 Uhr; Jugend dienstags von 19.30 bis 22 Uhr; mittwochs von 17 bis 19 Uhr und samstags von 16 bis 18 Uhr.

Quelle: op-online.de

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