SPD startet Initiative gegen schlechteren Umsteige-Service

Dreieichbahn-Kunden warten länger

Rödermark - Die SPD befürchtet ab Sommer „massive Verschlechterungen“ auf der Dreieichbahn. Hauptpunkt ihrer Kritik: Die Wartezeiten beim Umsteigen in Buchschlag werden länger.

Der ab September gültige Sommerfahrplan soll den Service der Dreieichbahn zwischen Dieburg und Buchschlag verbessern. So sieht"s jedenfalls der neue Vertrag vor, den der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Deutsche Bahn geschlossen haben. Die durchgehenden Züge verkürzen die Fahrzeit um drei Minuten. Doch diesem Zeitgewinn stehen „drastisch verlängerte“ Wartezeiten bei anderen Zügen gegenüber, klagt Armin Lauer, der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Rödermärker Stadtparlament. In Buchschlag steigen die Kunden der Dreieich- auf die S-Bahn um und umgekehrt. Tritt der Fahrplan wie vorgesehen in Kraft, stehen Pendler ab September werktags bis zu 18 und sonntags bis zu 33 Minuten länger in Buchschlag.

„Das Gesamtpaket genügt uns nicht, um von einem modernen und attraktiven öffentlichen Personennahverkehr zu reden“, kritisiert Lauer. Denn während die Pendler in Buchschlag warten, fahren ihnen am Frankfurter Hauptbahnhof oder an der Konstablerwache die nächsten Züge weg.

Die SPD will in der nächsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung (16. Februar) alle Fraktionen für eine Resolution gewinnen, um bei der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach und beim RMV Druck zu machen. Wichtigstes Ziel: ein schneller, aber keinesfalls hektischer Umstieg von der Dreieich- in die S-Bahn.

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Darüber hinaus verlangt die SPD, dass die Verkehrsgesellschaften die Ergebnisse ihrer Fahrgastzählungen offen legen und erneuert ihre Forderung nach einer Umfrage unter den Kunden der Dreieichbahn: Wie bewerten sie die Änderung? Für eine solche Erhebung hatte sich das Rödermärker Stadtparlament schon im Herbst 2012 stark gemacht. Die Resonanz bisher: gleich Null. (lö)

Quelle: op-online.de

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