Großbrand im Industriegebiet von Ober-Roden

Entwarnung nach Feuer: Keine Chemikalien im Kanal

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Ober-Roden - Etliche Einsatzkräfte haben heute Morgen einen Großbrand im Industriegebiet gelöscht. In der Folge untersuchten Experten, ob Chemikalien in die Kanalisation gelaufen sind. Von Michael Löw

Ein Großbrand verwüstete heute am frühen Morgen die Produktionshalle eines Galvanikbetriebs in der Senefelderstraße. Dort lagerten Chemikalien für die Metallveredelung. Giftige Stoffe wurden laut Feuerwehr nicht freigesetzt. Das Feuer verursachte nach ersten Schätzungen der Polizei einen Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Nach den ersten Erkenntnissen des Regierungspräsidiums Darmstadt flossen auch keine nennenswerten Mengen des mit Chemikalien vermischten Löschwassers in den Kanal. Das Unternehmen, so Pressesprecherin Nicole Ohly-Müller, hat einen rund 700 Kubikmeter fassenden Auffangraum unter der Halle. In diesem Keller sammelte sich das Löschwasser, dessen Menge Stadtbrandinspektor Weber auf 150 Kubikmeter schätzt.

Sandsäcke und Bindemittel sicherten die Hallentoren zusätzlich ab. Die Stadt sperrte vorsorglich das Stauwehr der Kläranlage. Um 7.15 Uhr, also mehr als drei Stunden nach Beginn der Löscharbeiten, wurden am Wehr keine Schadstoffe festgestellt. „Von einer akuten Gefährdung der Kläranlage und damit der Oberflächengewässer ist nach dem derzeitigen Sachstand nicht auszugehen“, beruhigt RP-Sprecherin Ohly Müller. Ein Spezialunternehmen pumpt den Auffangraum leer und entsorgt den Löschwasser-Chemikalien-Mix. Die Halle ist einsturzgefährdet. Der Betrieb bleibt nun für mehrere Tage geschlossen. 

Bilder: Großbrand im Industriegebiet von Ober-Roden

Quelle: op-online.de

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