Zwei Kinderfreizeiten mit 275 Teilnehmern

Erste Ferienwoche verging im Nu

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Nur anschauen, nicht anzünden: Feuerstelle im selbst gebauten Lager der Gruppe „Tarzan und Jane“.

Rödermark - Die Kirmes in Waldacker hat geschlossen und auch die „große Pause“ bei Disney auf der Bulau ist vorbei. Mit rund 275 Kindern hatten die beiden kirchlichen Freizeiten zu Ferienbeginn wieder einen starken Zulauf. Von Christine Ziesecke 

„Wir gehen davon aus, dass jetzt wieder geburtenstärkere Jahrgänge im Teilnehmeralter von Bulaufreizeit und Stadtranderholung dran sind“, vermutet die Urberacher Teamchefin Steffi Schwarzkopf. Sie freut sich: „Es war eine ganz ganz tolle Woche – alles hat funktioniert und außer ein paar kleinen Kratzern und Wespenstichen gabs auch keine Verletzungen. Und bei den Lagern waren in diesem Jahr wirklich wunderschöne dabei.“

Die Bananen-Minions tanzten sich beim Abschluss der Stadtranderholung in die Herzen der Zuschauer.

Von den Baukünsten der Kinder konnten sich Eltern und Freunde beim Finale überzeugen. Da gab es etwa eine Kirche mit Altar, Bänken und sogar einer Bibel - alles aus Materialien, die der Wald bietet. Nur Schnur durften die Kinder zusätzlich verwenden. Besonders gelungen war das Lager der Gruppe „Tarzan & Jane“, die vom Heubett über Minigolfplatz und See mitsamt Angel eine wahre Urlaubsidylle gebaut hatte. Die Prämierung der Lager, die stets im Mittelpunkt der Abschlussfeier auf der Bulau steht, brachte den Erbauern den ersten Platz ein. Jede Gruppe erhielt eine Urkunde, einen kleinen Beutel Süßigkeiten und die Lagerzeitung. Eine ganz besondere Note bei dieser Bulaufreizeit: Mit vier Kindern von Flüchtlingsfamilien aus Eritrea, Afghanistan und Pakistan war ein bunter Farbtupfer dabei. Die Kinder konnten nur ein wenig Englisch und kamen dennoch gut ins Gespräch – nicht zuletzt dank Freizeitkind Pauline aus Dubai.

Clowns verbreiteten auf der Stadtrand-Kirmes viel Fröhlichkeit.

„Bei den Gruppenleitern gabs einen Super-Zusammenhalt“, fasste Teamchef Marco Weckesser zusammen. Vielleicht liegt das mit dran, dass fast alle der 23 Gruppenleiter als Kinder selbst Teilnehmer der Bulau-Freizeit waren. Mit Jennifer Ankenbrand, Lars Gerlach und Patrick Zeise hätten drei von ihnen wahrlich Erschwerniszuschlag verdient gehabt. Nach einem langen Freizeittag und der abendlichen Teamerrunde waren sie kaum im Bett, als ihr Piepser sie weckte: Als Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden sie gegen 4 Uhr nachts zum Großbrand im Eloxalwerk gerufen. Am Morgen kehrten sie von dort aus zur Freizeit auf die Bulau zurück – wenn das kein vorbildlicher Ehrenamtseinsatz ist!

„Eingang frei“: Wenn Besucher Glück hatten, wurde ihnen mit dieser Schnur der Eingang zu einem Lager auf der Bulau gewährt.

Zum letzten Mal in dieser Kombination leiteten Steffen Reichert und Dominik Rebel die „Hoabacher Kirmes“ bei der Stadtranderholung in Waldacker. Nächstes Jahr wird der Schüler Niklas Metz (18) für den Chemielaboranten Dominik einspringen. Eine große Verantwortung, denn immerhin tragen die Teamer und hier speziell die Leitung das Wohlergehen von 160 Kindern auf ihren Schultern. Allein mit vier Bussen voller Kinder nach Steinau zu fahren oder im Badehaus einzufallen ist eine echte Herausforderung.

Ferienspiele in Rödermark

Vor schlechtem Wetter und größeren Zwischenfällen blieb die kunterbunte Kirmes-Freizeit verschont. Das zeigte sich auch im sehr vergnüglichen Abschlussfest, dem ein Gottesdienst mit Diakon Eberhard Utz vorausgegangen war. Im Festtrubel tummelten sich komische Clowns, starke Kraftprotze, wundersame Magier und schwungvolle Artisten und Tänzer auf und neben der Bühne. Die Teamer (von denen 16 vom FC Germania kamen) wurden auf ihr Urteilsvermögen getestet, Väter wurden ohne Möglichkeit zur Gegenwehr mit höchst klebrigen Mahlzeiten gefüttert und Teamer bekamen schon mal getanzte Liebeserklärungen. Es war ein großes buntes Kirchweihfest mit Riesenrad und Wurfbude, Dompteur und Löwen, Popcornstand und Bratwurstbrötchen. Die „Kerbborsche 2023“ oder die „10 phänomegantischen Hauptgewinner“ kamen auf der Bühne ebenso gut an wie Gruppen namens „Zuckerschnecken“ oder „Zuckerwatte“. Einen wesentlichen Anteil am Gelingen der beiden Freizeiten hatten die Küchenteams. Sie erhielten Rosen (Waldacker) und kleine Geschenke (Urberach).

Quelle: op-online.de

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