Feuerwehrübung aller Altersgruppen machte auch Besuchern Spaß

Mit Muhen auf dem Bauernhof empfangen

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Die Kuh ist aus dem vermeintlichen Feuer gerettet - und bekommt Heu auf den Schreck.

Ober-Roden - Einmalig im Kreis Offenbach, wahrscheinlich sogar hessenweit war die erste gemeinsame Übung der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Ober-Roden mit der Jugend- und der Kinderfeuerwehr.

Ungewöhnlich und spannend war auch der Übungsort: der Aussiedlerhof der Familie Gaubatz, wo die Einsatzwagen schon von laut muhenden Kühen und Kälbern begrüßt wurden. Stellvertretend für alle Tiere wurde eine Kuh aus den vermeintlichen Flammen gerettet und anschließend mit einem Korb frischem Heu besänftigt, während die anderen Rinder wohl lautstark auf eine ähnliche Bevorzugung warteten. Gerettet wurden auch mehrere durch Dummys gestellte Personen, teils aus einem Unfallauto, teils unter Fässern eingeklemmt. Alle Übungsteile, auch die Brandbekämpfung, Gefahrgutrettung und die technische Hilfeleistung, wurden von altersgemischten Gruppen aus allen drei Abteilungen ausgeführt; gemeinsam rollten die jungen wie älteren Wehrleute – darunter zahlreiche Mädchen und Frauen – die Schläuche aus, schraubten Anschlüsse an und ließen das Wasser auf die angenommenen Feuerstellen prasseln, sehr zur Freude der ungewöhnlich vielen Zuschauer bei dieser Brandschutzübung. Mit dabei waren auch mehrere Brandschützer aus Rodgau, die bei Bedarf als Notfallvertretung für ihre allesamt von der Übung betroffenen Ober-Röder Kollegen eingesprungen wären.

Das ungewöhnliche Übungsprogramm, bei dem vor allem die Jüngsten mit Feuereifer dabei waren, hatte auch Profis aus dem Kreis als aufmerksame Beobachter auf den Gaubatzschen Hof gebracht, so etwa den stellvertretenden Kreisbrandinspektor Günter Fenchel und Kreisjugendwart Oliver Meyer. „Unsere Dächer sind dicht, da hab ich keine Sorge, aber ob die Wände den Wasserdruck aushalten, weiß ich ja nicht“, schmunzelte Landwirt Werner Gaubatz, als er die vielen eifrigen kleinen Brandschützer mit den großen Spritzen hantieren sah.

Gemeinsame Feuerwehrübung auf dem Aussiedlerhof: Fotos

Die Familie war gerne bereit gewesen, den Hof als Übungsort zur Verfügung zu stellen – war dort doch vor einigen Jahren schon mal der Ernstfall eingetreten. Außerdem sind Vater und Sohn Gaubatz bei der Wehr engagiert und helfen gerne aus, nachdem es zunehmend weniger gute Örtlichkeiten für grundlegende Übungen gibt. Nach der Übung, bei der auch ein Junge aus der Kinder- in die Jugendwehr übernommen wurde, gab es Kaffee und Kuchen für alle Teilnehmer und Gäste, die die Brandschützer mit Fragen löchern konnten – bis es zu regnen anfing.

chz

Quelle: op-online.de

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