Eulenrufe und Hörnerklang

Gänse, Pferde und Uhu locken zum Urberacher Herbstmarkt

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Der aus Seligenstadt eingereiste Riesen-Uhu machte vor allem junge Marktbesucher neugierig, flößte ihnen aber auch gehörigen Respekt ein.

Rödermark - Das Angebot war abwechslungsreich, die Laune der Anbieter gut und das perfekte Herbstwetter tat ein Übriges dazu, dass der Urberacher Herbstmarkt ein guter Erfolg wurde. Von Christine Ziesecke

Wie alle Jahre kamen die Besucher auf der eigentlichen Marktzeile erst mit der Eröffnung der Geschäfte am frühen Nachmittag an. Mit Einbruch der Dunkelheit gabs kaum mehr ein Durchkommen zwischen Galluskirche und Häfnerplatz. Die Menschen hielten Ausschau nach den traditionellen Marktkennzeichen wie der Spinnerin in der Kelterscheune, dem Maronimann am Markteingang oder den schnatternden Gänsen direkt hinter der Töpferfigur. Landwirt Baumer aus Dieburg verspricht, dass seine Tiere nicht am Martinstag im Bratrohr landen.

Eine Kutschfahrt mit Peter Knapp und seinen Rössern wurde an den Haltestellen von Hörnerklang begleitet.

Die Verkäuferinnen der modischen Strickmützen und der handgenähten Kinderkleidung werden längst ebenso selbstverständlich begrüßt wie die vielen Bekannten, die man hier trifft. Wie immer landen die meisten Menschen auf dem Herbstmarkt, um andere zu treffen und einen Plausch zu halten – die idyllische Kulisse und das sich ständig drehende Kinderkarussell werden als angenehme Kulisse gern mitgenommen. Der BSC Urberach hatte viel Liebe in die Dekoration der Kelterscheune gesteckt, wo er Kaffee und Kuchen servierte. Der Brezelofen direkt davor wurde gar nicht mehr kalt - das Laugengebäck ging weg wie warme Semmeln.

Kürbisse gabs allerorten, neben dem traditionellen knallroten Traktor ebenso wie vor den Geschäften im Ortskern. Sie konnten wieder geschätzt werden. Wer dem wahren Gewicht am nächsten kam, konnte am Abend einen der Preise gewinnen, die Martina Schwarzkopf und ihr Marktteam ausgelobt hatten. Beim „Herschwerth“ unter dem Kirchturm, der liebevoll dekoriert an alte Zeiten erinnerte, starteten die vor allem von jungen Familien heiß geliebten Kutschfahrten mit Peter Knapp und seinem Hörnerklang. Dort gabs auch wieder ein sehr umgängliches Exemplar der weltgrößten Riesenuhus zu bestaunen, das mit seinem Falkner aus Seligenstadt angereist war.

Auch im Märktezentrum lockten mehrere Geschäfte mit besonderen Angeboten: Herbstmarkt-Prozente gabs im Obi-Markt, einen umfangreichen Zeltverkauf bei Intersport und ein Hunde-Shooting im „Fressnapf“ - ein Fotoshooting natürlich, das ganz unterschiedliche Charaktere vor die Kamera lockte. Nicht alle waren so lammfromm wie die kleine Frieda, die sich seelenruhig vor einer Meereskulisse platzieren und ablichten ließ. Da kam auch schon mal die Vorwarnung: „Achtung, gehen Sie mal lieber zur Seite, dieser vierbeinige Kunde ist etwas gereizt…“

Herbstmarkt 2016 in Urberach: Bilder

In Ober-Roden wars ausschließlich die Firma Hosen-Dreher, die einen idyllischen kleinen Herbstmarkt auf ihrem weitläufigen Gelände aufgebaut hatte. „Ich war auch sehr verwundert, als ich das bemerkt habe“, äußert sich Klaus Dreher zu dieser Situation. „Doch uns betrifft das weniger, da wir eh unsere eigenen Kunden über vorherige Aussendungen einladen und so ohnehin unseren Stamm hier bewirten können.“ Der Gewerbeverein Rödermark beteiligt sich nach seinem Frühjahrsmarkt und dem Markttag „Midde noi“ in Ober-Roden erst wieder am Adventsmarkt vom 25. bis 27. November am Markttreiben. Die Urberacher Geschäfte und Vereine ziehen am darauf folgenden Wochenende mit ihrem Nikolausmarkt nach.

Quelle: op-online.de

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