Nachbar setzt Notruf ab

Gasalarm: Feuerwehr rettet Frau und Kind das Leben

+
Symbolbild

Rödermark - Glück im Unglück: Nach einem Notruf eines Nachbarn hat die Feuerwehr in Rödermark einer 36 Jahre alten Frau und ihrem vierjährigen Kind vermutlich das Leben gerettet. In der Wohnung der Frau war zuvor Gas ausgetreten.

Die Polizei und Feuerwehr haben einer Frau und ihrem Kind in Ober-Roden vermutlich das Leben gerettet. In der vergangenen Nacht hatte ein Nachbar gegen 23.45 Uhr einen Notruf bei der Polizei abgesetzt, weil er die vierjährige Tochter in der darüberliegenden Wohnung über längere Zeit weinen hörte. Die Mutter reagierte da bereits nicht mehr, da sie bewusstlos auf dem Boden lag. Die Einsatzkräfte waren bereits wenige Minuten später vor Ort in der Dockendorffstraße. Die ebenfalls alarmierte Feuerwehr hatte an der Wohnungstür überhöhte Gaswerte gemessen. Wie uns die Polizei auf Nachfrage bestätigte, schlug ein CO-Melder sofort an, dieser zeigte überhöhte Kohlenmonoxid-Werte an. Die Feuerwehr hatte in der Wohnung eine Kohlenmonoxid-Konzentration von mehr als 1000 ppm (parts per million) gemessen. Zum Vergleich: Ein Wert von 35 ppm gilt als ungefährlich. 800 ppm Kohlenmonoxid in der Luft lösen innerhalb von 45 Minuten Schwindel und Übelkeit und nach zwei Stunden Bewusstlosigkeit aus. Kommt keine Hilfe, sterben die Opfer nach zwei bis drei Stunden.

Die Einsatzkräfte schlugen daraufhin sofort die Tür ein und retteten die bewusstlose 36-jährige Frau und das weinende Kind. Der Nachbar und die zwei Personen aus der Wohnung wurden daraufhin in eine Spezial-Klinik in Wiesbaden gebracht. Lebensgefahr besteht bei den Hausbewohnern laut Polizei nicht. Das Mehrfamilienhaus in Ober-Roden ist derzeit jedoch nicht mehr bewohnbar. Die Einsatzkräfte gehen davon aus, dass die Heizung einen Defekt hat und es so zum Gasaustritt kam. Ein Schornsteinfeger hatte sich noch in der Nacht auf die Suche nach dem Gasleck gemacht. Weitere Ermittlungen der Polizei sollen heute im Laufe des Tages folgen. Dabei soll auch geprüft werden, ob möglicherweise eine Straftat vorliegt, oder ein technischer Defekt für den Gasalarm verantwortlich war. Einen ausführlichen Bericht lesen Sie morgen in der Printausgabe der Offenbach-Post.

Archivbilder:

Bilder: Großeinsatz in Breidert-Hochhäusern 

dr

Quelle: op-online.de

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion