Gaumeisterschaften im Rope-Skipping beim DJK TTC in der Sporthalle Ober-Roden

Seilspringen als Leistungssport

Ober-Roden - Der DJK TTC richtete am Wochenende in der Sporthalle Ober-Roden erstmals die Gaumeisterschaften im Rope-Skipping, der sportlichen Variante des Seilspringens, aus. Die Besten qualifizierten sich für die hessischen Meisterschaften.

Außer Konkurrenz startete Louisa Gotta (14) von den „Jumping Flips“ des DJK TTC Ober-Roden. Sie hat sich ohnehin schon für die deutsche Meisterschaft im nächsten Jahr qualifiziert.

In der Halle wurde mehrere Stunden lang gesprungen, gekreuzt, gezählt, gewirbelt, beurteilt, das Seil wieder aufgesammelt, Haltung bewahrt und vieles mehr, was das Zuschauen sehr lohnte. Vier Vereine nahmen teil: die „Skip-Motion“ der TGS Jügesheim, die „Jumping Swans“ Hanau, die „Bieber Jumpers“ der TGS Bieber und die Lokalmatadore der Ober-Röder „Jumping Flips“. Julia Hanzik ist als Abteilungsleiterin zuständig fürs sportliche Seilspringen im DJK TTC. Sie ist stolz auf diese Veranstaltung, die weitgehend Katharina Weimar mit ihrem Team organisiert wurde. Ebenso wie ihre Teamkolleginnen Tina und Eva war Katharina (22) schon als Kind bei Julia Hanzik im Training und hat nach einer Pause selbst als Trainerin begonnen. Jetzt betreuen sie zusammen 93 junge Sportler, die meisten zwischen acht und 16 Jahren und durchweg schon fortgeschritten.

Im Rope-Skipping sind überwiegend Mädchen aktiv, die Jungen sind eher rar im Teilnehmerfeld, aber dafür oft kraftvoll und athletisch – es ist halt doch eher ein „Mädchen-Ding“ wie schon auf dem Pausenhof in der Schule. 30 bis 40 Kinder trainieren beim DJK. 20 nahmen an den Gaumeisterschaften teil. Vier von ihnen starteten außer Konkurrenz, da sie sich schon zuvor für die nächste Runde, das „kleine Bundesfinale“, qualifiziert hatten.

Ebenso die Vorzeigesportlerin Louisa Gotta: Sie ist dank ihrer überragenden Leistung jetzt schon für die deutsche Meisterschaft an Pfingsten 2017 qualifiziert. Bislang ist die Vierzehnjährige von größeren Verletzungen verschont geblieben, außer „einem ausgerenkten Rücken, aber den kann man ja wieder einrenken“, und sie hat ein Patentrezept: „Immer gut aufwärmen, dann geht das schon.“

Video aus dem Jahr 2015:

Die Gaumeisterschaften teilen sich in zwei Bereiche. Im ersten Teil werden auf Zeit möglichst viele Sprünge absolviert. Zwei Schiedsrichter zählen pro Teilnehmer mit einer Stopptaste die Sprünge pro Bein. Etwa 80 Sprünge (160 bei beiden Beinen) sind in 30 Sekunden die Norm, aber „da geht noch einiges mehr“, wie Katharina Weimar feststellt. Gezählt wird in Kategorien wie Laufen, Doppelhüpfer oder über Kreuz. Im zweiten Teil springt jeder Einzelne Freestyle vor einer größeren Jury, die nach verschiedenen Kriterien bewertet: Kreativität des Vortrags, Schwierigkeit und Ausdruck.

Es ist ein preiswerter Sport, auch wenn man dafür zwei verschiedene Seile braucht: ein „Drahtseil“ fürs Tempospringen und ein Kunststoffseil für Freestyle. Die Anfänger im Freestyle sind 45 Sekunden zur Musik auf der Bahn, die Fortgeschrittenen 1:15 Minuten. Danach schöpfen auch die besten erst einmal nach Luft, schließlich sind hier athletische und akrobatische Teile vom Salto bis zum Spagat eingebaut, alles mit dem Seil in den Händen und in größtmöglicher Präzision bei hohem Tempo.

Mit den Ergebnissen kann der DJK TTC sehr zufrieden sein - mit Sina Grigori etwa, die in der Altersklasse 3 den Titel holt, ebenso wie Emily Zoe Hartfiel und Lara Brandner in ihrer Kategorie auf den Platzen 1 und 2, oder mit Mona Sieling und Sophie Ziegler, die in der Klasse 4 die ersten beiden Plätze belegen. Rope-Skipping in Rödermark: Trainiert wird in der Sporthalle hinter der Kulturhalle montags, mittwochs und freitags von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr. (chz)

Weitere Infos: www.djk-ttc-ober-roden.de/ropeskipping

Quelle: op-online.de

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