Gefahren abgewendet

Debatte um Kosten für Schellbuschweg

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Der Schellbuschweg lässt die Gemüter nicht ruhen. In die Schlagzeilen geraten war dieser kurze Verbindungsweg nicht nur wegen der Sanierungskosten, sondern auch wegen der einst umstrittenen Namensgebung. Ursprünglich sollte er nach dem von den Nazis hingerichteten Kommunistenführer Ernst Thälmann benannt werden. Letztlich besann man sich eines Besseren.

Urberach - Die Stadt wehrt sich gegen den Vorwurf von Anliegern, die Sanierung des Schellbuschwegs sei trotz leerer Kassen luxuriös ausgefallen. Einst sollte das Projekt 35.000 Euro kosten. Am Ende werden es aber wohl mindestens 50.000 Euro sein.

Bürgermeister Roland Kern sagt, die Meinung, es handele sich um eine Luxussanierung liege „völlig neben der Sache“ und sei nur ein vorgeschobenes Argument. „In Wirklichkeit wollte man dort aus eigensüchtigen Gründen jegliche Änderung verhindern, um private Abstellflächen, die auf dem eigenen großen Grundstück nicht ausreichend vorhanden sind, im öffentlichen Verkehrsraum ohne Abstriche weiter nutzen zu können.“ Der Weg zwischen der Straße Am Schellbusch und dem Hallhüttenweg habe wegen Aufbrüchen der Asphaltdecke, tiefer Schlaglöcher und nicht ausreichender Fahrbahnentwässerung saniert werden müssen. Anliegerwünsche hätten die Sache dann teurer gemacht als geplant. Kern: „Für eine erste Planung waren 35 .00 Euro veranschlagt. Nach der Anliegeranhörung wurden zur Herstellung von weiteren Abstell- und Entladeplätzen zusätzlich 13.500 Euro bereitgestellt. Insgesamt rechnen wir mit zirka 50.000 Euro.“

Auch die aufwändige Verschwenkung des Radweges beruhe auf dem ausdrücklichen Wunsch der Anlieger nach mehr Abstell- und Entladeplätzen. „Das Aufgreifen dieses Vorschlags führte zwar zu Mehrkosten, dennoch haben wir dies aufgegriffen, weil dadurch auch eine weitere Absicherung für Radfahrer erreicht werden kann.“ Es habe Handlungsbedarf bestanden, um „unfallgefährdende Situationen, insbesondere für Radfahrer und Fußgänger, weitgehend zu vermeiden“. Auch seien die vorhandenen Kanalkontrollschächte und Teile der Abwasserleitungen marode gewesen. „Insgesamt also Maßnahmen im Rahmen der Straßenverkehrssicherungspflicht und zur Schadensverhütung.“

bp

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Quelle: op-online.de

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