Fragen an die Geschäftswelt

Wie geht es weiter mit Einkaufsstandort Rödermark?

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Blumenexpertin Andrea Gotta plädiert dafür, im Ober-Röder Ortskern nahe dem Marktplatz einen Frequenzbringer zu etablieren, der mehr Laufkundschaft als bisher verschafft.

Rödermark - Was wünschen sich Einzelhandel und Kunden für den Einkaufsstandort Rödermark? Die Stadt lässt ein neues Einzelhandelskonzept erarbeiten. Geschäftsleute und Bürger werden um Unterstützung gebeten. Von Bernhard Pelka 

Einzelhändler wie Andrea Gotta sind schon gespannt: Was wird das neue Einzelhandelskonzept bringen? Wie geht es insbesondere mit den Geschäften in den Ortskernen weiter? Andrea Gotta betreibt in Ober-Roden am Marktplatz das nach ihr benannte Blumenstudio. Die erfahrene Geschäftsfrau kennt den Standort ganz genau, weiß um dessen Vor- und Nachteile. „Wir brauchen Laufkundschaft“, formuliert die Blumenexpertin ihre Vorstellungen. „So lange wir hier keinen Frequenzbringer haben – wie zum Beispiel einen Drogeriemarkt oder einen Lebensmittelmarkt – passiert hier nicht viel.“ Dabei hätten es die Geschäfte am Marktplatz gegenüber anderen noch gut: „Wir haben hier Parkplätze, Ärzte, die Sparkasse und die Kirche. Die Leute haben also genug Gründe, hier her zu kommen. Das bringt Kundenlauf.“

Ob dies reicht, soll das neue Gutachten unter anderem klären. Die Stadt hat das Planungsbüro Stadt + Handel beauftragt, das bestehende Einzelhandelskonzept aus dem Jahr 2009 fortzuschreiben. Dafür wird zunächst die Zentren-, Einzelhandels- und Nahversorgungsstruktur im gesamten Stadtgebiet untersucht, um darauf basierend das Konzept fortschreiben zu können. Das Konzept dient als Grundlage für die Weiterentwicklung der Einzelhandelsstandorte in Rödermark und soll Perspektiven für die Zentren- und Nahversorgungsentwicklung aufzeigen. Darüber hinaus soll das Einzelhandelskonzept als gutachterliche Grundlage für die Bewertung von Bauanfragen Verwendung finden.

Um die Angebotssituation in Rödermark aktuell beurteilen zu können, werden vom 19. April bis 13. Mai sämtliche Einzelhandelsbetriebe im Stadtgebiet durch Mitarbeiter des Planungsbüros persönlich aufgesucht und die Verkaufsflächen sowie die Sortimente der Betriebe erfasst. Die Mitarbeiter des Büros Stadt + Handel können sich mit einem offiziellen Anschreiben der Stadt Rödermark ausweisen.

Wofür die Deutschen ihr Geld ausgeben

Es erfolgt keine Veröffentlichung der Daten einzelner Betriebe, der gesetzliche Datenschutz bleibt gewahrt. Des Weiteren werden zwischen dem 25. April und dem 6. Mai ausgewählte Haushalte durch ein von Stadt + Handel beauftragtes Befragungsinstitut telefonisch befragt. Die Interviews sind eine Grundlage für das zu erstellende Einzelhandelskonzept.

Ziel der Befragung ist es, qualitative Aussagen zur Einzelhandelssituation und zum Einkaufsverhalten zu erfassen sowie daraus Entwicklungsmöglichkeiten für die Stadt Rödermark ableiten zu können. Der Datenschutz und die Anonymität werden bei dieser Befragung selbstverständlich berücksichtigt, verspricht die Stadt und bittet in einer Pressemitteilung die Bürger und Geschäftsleute um tatkräftige Unterstützung. Ansprechpartner bei der Stadt ist der städtische Wirtschaftsförderer Till Andrießen, 06074/911370.

Quelle: op-online.de

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