Kraftakt an der Urberacher Grundschule

Betreuungsplätze für 165 Kinder

Urberach - Die Stadt bietet im neuen Schuljahr in Urberach mindestens 165 Betreuungsplätze an. Dank eines Kraftaktes kommen alle Kinder, deren Eltern einen Platz beantragt hatten, unter. Damit ist eine monatelange Zitterpartie zu Ende.

Mitte Februar hatte der Förderverein der Schule an den Linden angekündigt, sich zum Schuljahresende aus der Betreuung zurückzuziehen. Die Aufgabe sei für einen ehrenamtlich geführten Vorstand nicht mehr zu bewältigen, lautete dieBegründung. Außerdem hat der ständige Streit mit der Schulleitung um Räume den Vorstand zermürbt. Eltern befürchteten, dass nach den Sommerferien 50 bis 60 Kinder auf der Straße stehen. Sie gründeten die Initiative „Stoppt den Hortplatzklau in Urberach“, sammelten 227 Unterschriften und diskutierten ihre Nöte mit Landrat Oliver Quilling. Parallel dazu rief die Stadt eine Steuerungsgruppe aus Schule und Verwaltung ins Leben, die Lösungen suchte.

Gestern nun gab Sozialdezernent Jörg Rotter Entwarnung: „Alle Kinder, die einen Platz benötigen, kriegen einen. Die Bescheide an die Eltern gehen nächste Woche raus!“ Die Stadt übernimmt zunächst die Betreuung an der Urberacher Grundschule und hat dafür drei pädagogische Halbstagskräfte eingestellt. Dadurch kann sie jetzt mindestens 165 Plätze anbieten: 119 an der Schule, 35 im Hort Pestalozzi- und 10 im Hort Liebigstraße sowie einen Tagespflegeplatz beim Deutschen Kinderschutzbund. Und Rotter ist sicher, dass auch die acht Kinder, deren Eltern sich noch nicht entschieden haben, unterkommen.

Die Stadtverordnetenversammlung hatte Ende März den Bau einer Mensa mit zwei Betreuungsräumen auf dem Urberacher Schulhof beschlossen. Jetzt läuft die Ausschreibung für das 1,3-Millionen-Euro-Projekt, das zu Beginn des Schuljahres 2016/2017 eröffnet werden soll. Dann gäbe es in Urberach 200 Betreuungsplätze und die Möglichkeit, diese Zahl bei steigender Nachfrage aufzustocken. Spätestens im Sommer 2016 steht auch fest, ob eine gemeinnützige Gesellschaft des Kreises die Betreuung als Träger übernimmt. Die Schulkindbetreuung in Urberach ist auch Gegenstand eines Antrags der schwarz-grünen Koalition für die Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am 23. Juni.

Quelle: op-online.de

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