Ober-Röder Spielzeughersteller rücken zusammen

Gute Geschäfte dank klickender Magnete

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Was vor Armin Breitenbach zu schweben scheint, lag Sekundenbruchteile zuvor noch als buntes Muster flach auf dem Tisch. Auch der Würfel in Jürgen Nowaks Hand, der quasi einfachste Bausatz, entstand aus einem zweidimensionalen Gebilde.

Ober-Roden - Gemeinsam beweisen zwei Rödermärker Unternehmen Kundennähe und Kompetenz. Die Firma Magformers, weltweit führender Hersteller von magnetischem Konstruktionsspielen, hat den Spielzeugladen Nowak zu seinem ersten Deutschland-Stützpunkt gewählt.

Jürgen Nowak kann seinen Kunden alle Neuheiten exklusiv präsentieren, bevor sie in anderen Geschäften zu haben sind. Magformers unterstützt ihn mit Produktvorführungen, Gewinnspielen und Aktionen. Magformers und Nowak sind quasi Nachbarn. Der koreanische Hersteller hat seine Niederlassung in der Carl-Zeiss-Straße, der Spielzeugladen befindet sich in der Senefelderstraße. Die räumliche Nähe sei aber nur ein Grund gewesen, den Deutschland-Stützpunkt in Ober-Roden einzurichten, sagt Vertriebsleiter Armin Breitenbach. Jürgen Nowak hatte das Magnetspielzeug vor acht Jahren in sein Sortiment aufgenommen. Viele Kollegen beäugten die bunten Drei- bis Achtecke aus Fernost damals skeptisch. „Ich hab’s einfach ausprobiert und war überzeugt“, leistete sich Nowak 2008 eine eigene Meinung, die er bis heute noch nicht bereut hat: „Das ist ein stressfreies Spielzeug für Kinder und Eltern. Ich hatte in der ganzen Zeit nicht eine einzige Reklamation gehabt.“

Das Magformers-Prinzip funktioniert ganz einfach: Jeder Bausatz besteht aus den bunten Plättchen und hat zunächst keine Ähnlichkeit mit dem Ball, dem Haus oder dem Hubschrauber, zu dem er einmal werden soll. Die Plättchen werden auf Tisch oder Boden nach einem bestimmten Muster zusammengefügt. Hebt man’s hoch, schnappt die zweidimensionale Figur wie durch Zauberhand zu einem dreidimensionalen Gebilde zusammen. Starke Magnete, die in jedem Element stecken, schaffen diesen Zusammenhalt. Und weil’s keine Verbindungsstücke gibt, können Kinder auch nichts verschlucken oder verlieren. Das Magnetspielzeug ist für Kleinkinder ab 18 Monaten geeignet und wird nach Auskunft Breitenbachs in 75 Prozent aller Kindertagesstätten im deutschsprachigen Raum benutzt. (lö)

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Quelle: op-online.de

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