Freundeskreises Pro Morija

Geldspritze für Ausbildung

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Der neu gewählte Vorstand des Freundeskreises um die bestätigte Vorsitzende Margot Süß (vorn, Zweite von rechts) und ihre Stellvertreterin Petra Heufers (dahinter).

Ober-Roden - Die Jahreshauptversammlung des Freundeskreises Pro Morija brachte dem Verein einige Veränderungen, aber auch Danksagungen an zehnjährige Mitglieder sowie eine Spendenübergabe an die Christusträger-Schwestern zugunsten der Unterstützung guter Pflege.

Margot Süß und Petra Heufers bleiben als Vorsitzende an der Vereinsspitze, Werner Buchholz ist neuer Schatzmeister, Sigrid Breßlein neue Schriftführerin; Monika Buchholz, Linda Hermuth und Rudolf Straube sitzen im erweiterten Vorstand.

Aus den jährlichen Mitgliedsbeiträgen, Basareinnahmen und Spenden konnten Margot Süß und der bisherige Schatzmeister Dr. Gerlach Kopfer diesmal 4000 Euro an das Haus Morija überreichen, die dessen Leiterin, Sr. Sibylle Heiß, dankbar entgegennahm.

Petra Heufers, die zweite Vorsitzende des Vereins, die zugleich das Rechnungswesen im Alten- und Pflegeheim betreut, erläuterte den 44 anwesenden Vereinsmitgliedern, warum diese Spenden zugunsten zusätzlicher Pflege im Haus so wichtig sind: „Im Moment haben wir von der Betreuungs- und Versorgungsseite her nicht ausreichend Personal, obwohl wir den Personalschlüssel erfüllen.“

Der vorgegebene und abgerechnete Personalansatzwert der Pflegekassen von einem Mitarbeiter pro 3,54 Hausbewohner klingt gut, ist auch erfüllt (und darf nicht überschritten werden), doch die Rechnung hakt: Die Bewohner sind 365 Tage im Jahr da, das Personal im Schnitt nur 207 Tage. Ein Mitarbeiter steht durchschnittlich 1 656 Stunden jährlich zur Verfügung – ein Hausbewohner jedoch 8760 Stunden.

10 Minuten Zeit für den Nachtdienst

Umgerechnet auf die Gesamtzahl im Haus ergeben sich 40.942 Mitarbeiterstunden gegenüber 584.000 Stunden der Bewohner – ein Tag hat jedoch mindestens 16 Tages-Stunden, und danach sind reduzierte Nachtdienste im Einsatz, bei denen umgerechnet etwa zehn Minuten pro Bewohner Zeit bleibt. Davon gehen beim Personal noch Krankheitsfälle ab – letzte Woche waren 9,5 Vollkräfte krank“, berichtet Petra Heufers.

Insgesamt ergeben sich im Haus nach dem vorgegebenen Schlüssel pro Tag 67 Minuten Mitarbeiterzeit für einen Bewohner. „Und das hat mit dem erwähnte Schlüssel von 1:3,54, der seit 1996 von den Pflegekassen auch nicht mehr verändert wurde trotz weit gestiegener Anforderungen, wirklich gar nichts mehr zu tun!“

Gelder wie die Spenden des Vereins tragen vor allem zur besseren Aus- und Weiterbildung des Pflegepersonals bei.

„Die Personalschlüssel der Kassen passen nicht, sind menschenunwürdig und müssen dringend angepasst werden. Dagegen müssen wir in der Öffentlichkeit Druck machen. Das können die Menschen außerhalb unserer Türen ja nicht sehen, aber sie alle können irgendwann betroffen sein“, sind sich Sr. Sibylle Heiß und Petra Heufers einig.

chz

Das ändert sich durch die Pflegereform

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Quelle: op-online.de

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