Jenny Roters aus Ober-Roden

Krimis sind ihre Leidenschaft

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Jenny Roters, alias Verena Rot

Ober-Roden - Sie lebt in Ober-Roden, schreibt in Ober-Roden, und morgen liest sie auch in Ober-Roden: Jenny Roters, 39. Krimifreunden ist sie besser bekannt als Verena Rot, Verfasserin der „Cosy-Krimis“. Unsere Mitarbeiterin Christine Ziesecke sprach mit der Autorin.

Verena Rot oder Jenny Roters – wie kam es zu dem Pseudonym?

Ich wollte mich damit nicht verstecken. Ich glaube nur, dass der Name Verena Rot besser und schneller im Ohr hängen bleibt.

Sie sind verheiratet, früher Sachbearbeiterin einer Krankenversicherung, heute Hausfrau und zweifache Mutter, Haus und Garten – wie schafft man das?

Früher abends, mittlerweile fulltime in einem strengen Zeitkorsett, das man sich selbst gibt.

Die Reihe heißt „Cosy-Krimis“. Haben Sie ihre Bücher auf weibliche Leser zugeschnitten?

Beziehungen stehen in den auf vier Bände konzipierten Krimis rund um die Hotelmanagerin und Detektivin Apollonia Seidel durchaus im Mittelpunkt. So gesehen stimmt das wohl.

Wie wurden Sie Autorin, die inzwischen sogar Lesungen veranstaltet?

Aufgewachsen bei Recklinghausen, bin ich erst über den Beruf meines Mannes in den Frankfurter Raum gekommen. Schon in der Schule habe ich Tagebuch und Gedichte geschrieben, aber ich habe immer schon ein Faible fürs Krimi-Genre, das ging schon mit „3 ???“ los. Dann war Pause. 2003 habe ich im Urlaub Irland mit seiner Weite und Stille und gleichzeitig der Dubliner Hektik kennen und lieben gelernt. Das hat mich auf die Idee gebracht, wieder zu schreiben. So ist der erste Irland-Krimi entstanden, der aber noch in der Schublade liegt.

Ist Ihnen alles zugeflogen?

Keineswegs. 2004 und 2007 sind meine Töchter Talea und Finja zur Welt gekommen, 2008 habe ich ein Fernstudium begonnen, um das Handwerk quer durch alle Genres zu lernen – etwa über Spannungsbögen, Charaktere und mehr. Das habe ich mit einer Online-Hausarbeit abgeschlossen. Dabei hat sich der Krimi als mein Genre herausgestellt.

Wann traut man sich zu veröffentlichen?

Mein Mann hat’s gelesen und kommentiert; danach hab ich mir Testleser im Umkreis hier gesucht, darunter auch Nicht-Krimi-Leser. Alle Anmerkungen dieser Leser habe ich zusammen getragen und noch einmal umgearbeitet. Und ich habe Wohnzimmerlesungen gemacht. Wenn ich schreibe, sehe ich das als Film – ich sehe mehr, als ich schreibe. Wenn jemand sagt: „Das hab ich nicht so ganz verstanden“, ändere ich das.

Wie kamen Sie dann zum Veröffentlichen?

Gerade die Cosy-Krimis sind ein Nischenprodukt, da fand sich kein Verlag. Ich bin dann über Amazon Self Publishing gegangen. Der erste Apollonia-Band wurde zunächst bei amazon als E-Book eingestellt und erschien erst ein halbes Jahr später als Printausgabe. Ich habe viel Mund-zu-Mund- und Flyer-Propaganda gemacht, darüber hinaus hat amazon geworben, verstärkt Ende 2014, weil da der zweite Band herauskam – online und als „Print on Demand“ zugleich. Ich habe also nur Druckkosten, wenn auch verkauft wird. Das dritte erscheint in Kürze, das vierte ist in Bearbeitung, und ich weiß auch schon den Schluss!

Wie kam es zu dem Namen „Apollonia?“

Dazu bin ich über den Friedhof gelaufen und hab Namensbücher gewälzt – und dann war er da.

Was wünschen Sie sich?

Dass noch mehr Menschen meine Bücher lesen und toll finden.

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Quelle: op-online.de

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