„Riwwelkuche“ und Hightech

Jugendfeuerwehr mit Nachwuchswerbung beim Jubiläum

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An diesem warmen Sonntagnachmittag besonders beliebt waren alle Spiele rund ums Wasser und natürlich die vielen roten Autos, von Bobby-Car-Größe über den Mannschaftswagen bis hin zum Teleskopmastfahrzeug.

Ober-Roden - Die Jugendfeuerwehr Ober-Roden hatte zu ihrem 50. Geburtstag ein Fest mit Übungen, Wettkampf und einem Frühstück voller Erinnerungen auf die Beine gestellt. Die Mühe hat sich gelohnt, der Tag der offen Tür war bestens besucht.

Eigentlich braucht die Jugendwehr Ober-Roden gar kein Jubiläum, um ihre Arbeit einem großen Publikum vorzustellen. Doch der 50. Geburtstag hatte einen ganz eigenen Charakter: Sie erinnerte sich ihrer Anfänge und lud alle 32 noch lebenden Jugendwarte dieser langen Zeit ein. 20 kamen zum „Riwwelkuche“-Frühstück und schwelgten in Erinnerungen. Aus den Geschichten von früher ragten immer wieder die Zeltlager heraus, die sogar ins Ausland führten. Sechs Jugendwehren suchten bei der „Fire-Challenge“ ihre Besten. Ob Mülltonnenrennen oder Feuerwehrknoten, ob Muttern-und-Schrauben-Suchen oder Fasslauf - alles machte den Teilnehmern großen Spaß, allem voran das Waldbrand-Tennis, in dem es galt, mit einer Feuerpatsche einen Tennisball zu platzieren. Bei der Siegerehrung, die Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Beldermann vornahm, stand ganz oben die fünfköpfige Mannschaft aus Urberach, flankiert von zwei Teams der Feuerwehr Rodgau Süd.

Platzkonzert mit dem Jugendorchester des Musikvereins Viktoria 08 zum Mittagessen, Besichtigung von Feuerwehr-Fahrzeugen jeder Art und Größe, Ausprobieren von Spreizer und Rettungsschere an einem Unfallauto. Jeder Gast fand hier eine Beschäftigung. Viele Kinderspiele gab"s auf dem großen Hof, wobei jene besonders begehrt waren, die mit Wasser zu tun hatten; bei 30 Grad und mehr kein Wunder. Da störte es auch niemanden, dass bei der Übung der Kinder- mit der Jugendwehr einem Schlauchanschluss die rechte Dichte fehlte und das Wasser mit vollem Druck in die immense Publikumsmenge spritzte.

Bilder vom Geburtstag der freiwilligen Feuerwehr (Archiv)

Freiwillige Feuerwehr feiert Geburtstag

Auch die ganz Großen kamen zum Einsatz. Bei einer Übung „Der richtige Notruf“ haben sie demonstriert, welche Schritte bei einem echten Notfall ablaufen. Die Wehr zeichnete den Weg vom ersten Notruf und dem Einsatzsignal über den Piepser bei den stadtweit verstreuten Feuerwehrleuten bis zum Umziehen und Ausrücken nach. Jugendleiter Nicolas Spieß (mit Pierre Beckmann Organisator der großen Geburtstagsfeier) wollte so irrige Erwartungshaltung der Bevölkerung aus dem Weg räumen, dass in der Feuerwache eine ganze Schar vorbereiteter Floriansjünger nur auf ihren Einsatz warten. Informationen jeder Art gab"s an diesem Sonntagnachmittag, und natürlich konnten Eltern ihre neugierig gewordenen Jüngsten bei der Wehr anmelden. (chz)

Quelle: op-online.de

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