Im Clinch mit Kern

Entenweiher sorgt für Ärger zwischen Jungen Union und Rathauschef

Urberach - Die Stadt hat nach Ansicht der Jungen Union (JU) bei der Aufwertung des Parks am Entenweiher falsche Prioritäten gesetzt.

In einem Brief an Bürgermeister Roland Kern kritisiert der CDU-Nachwuchs das dort gebaute Schachfeld: Dies sei bis dato weder bespielt worden, noch brächte es einen ästhetischen Gewinn. „Zu glauben, dass sich Menschen im Park treffen, um dort auf einem Schachfeld mit Figuren in Menschengröße zu spielen, ist schlichtweg grünes Wunschdenken fernab der Realität“, meint Vorstandsmitglied Thomas Ponier. Punktuelle Verschönerungsmaßnahmen brächten nichts, solange man den Park aufgrund der „nach wie vor ungefestigten Wege eine Ewigkeit nicht betreten kann, sobald es einmal geregnet hat. “.

Vier Tage vor der Kommunalwahl fordert der CDU-Nachwuchs die Stadt auf, sich „endlich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren“. Die Planung des Breitbandausbaus laufe nun schon seit mehr als sechs Jahren und noch immer sei man zu keiner Lösung gekommen. Gerade für Unternehmen ist ein schnelles Internet heutzutage ein maßgeblicher Faktor. Die Stadt habe im vergangenen Jahr die Gewerbesteuer rückwirkend erhöht, für Unternehmen habe sich seither aber nichts verbessert. „Wer mehr nehmen will, der muss auch mehr geben. Rödermark muss aufpassen, dass die Unternehmen nicht irgendwann die Geduld verlieren und einen Standortwechsel in Betracht ziehen“, warnt Thomas Ponier.

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Bürgermeister Kern weist die JU-Kritik zum Entenweiher zurück: Das Schachbrettmuster sei lediglich Beiwerk der betonierten Bodenplatte, auf der bei Veranstaltungen ein Zelt aufgestellt werden kann. Entgegen der JU-Behauptungen werde dort Schach gespielt - sowohl in kleinen Gruppen als auch beim Brückenfest oder dem AL-Picknick. Die Befestigung der 300 Meter langen Hauptwege kostet nach Auskunft des Bürgermeisters je nach Technik zwischen 4500 und 9000 Euro. Dafür gebe es im Haushalt kein Geld und auch keine Anträge, welches zu bewilligen. „Meiner Meinung nach zu Recht. Denn welcher Nachteil entsteht den Bürgern dadurch, dass sie bei ungünstiger Wetterlage einen anderen Weg durch den Park nehmen, der ausreichend befestigt ist?“, sagt Kern. Dass die Wege zur Zeit matschig sind, ist eine Tatsache, die sich bei entsprechender Witterung im Freien nicht vermeiden lässt. (lö)

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Quelle: op-online.de

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