Experte: Bäume sind Wackelkandidaten

Kahlschlag in der Pappelallee

+
Noch recken die Pappeln ihre kahlen Äste in den Himmel zwischen Badehaus und Berufsakademie. Doch da die Bäume längst nicht mehr sicher stehen, rücken spätestens Ende Februar die Holzfäller an.

Urberach - 18 Wackelkandidaten hinterm Badehaus müssen weichen. Die Stadt lässt die letzten Pappeln in der Straße „Am Schwimmbad“ fällen, weil sie nicht mehr sicher stehen. Sie tue es schweren Herzens, versichert Bürgermeister Roland Kern.

Denn die Bäume hätten fast 70 Jahre lang das Ortsbild in diesem Teil von Urberach geprägt. Ein Gutachter hatte festgestellt, dass 15 Pappeln morsch sind. Sie werden bis spätestens Ende Februar gefällt, denn dann beginnt die Brutzeit vieler Vögel. Eine Pappel war innen völlig ausgehöhlt und musste sofort weg. Drei Bäume sind laut der Expertise noch gesund. Doch da sie als „Solisten“ dem Wind zu viel Angriffsfläche bieten, fallen auch sie der Motorsäge zum Opfer.

Der Magistrat hatte das Gutachten mit Blick auf die Sanierung der Straße „Am Schwimmbad“ in Auftrag gegeben. Die soll laut Bürgermeister Kern noch dieses Jahr erledigt werden. Sobald die Arbeiten abgeschlossen sind, will die Stadt neue Bäume pflanzen - allerdings keine Pappeln mehr. Die Stadt hatte bereits 2009 die ersten 16 gefährdeten Pappeln fällen lassen. Schon damals hatte der Baumexperte zum kompletten Kahlschlag geraten. (lö)

Quelle: op-online.de

Kommentare