Stadt verspricht sich mehr Sicherheit und investiert 25.000 Euro

Kameras bald am Bahnhof Urberach

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Die Stadt will am Urberacher Bahnhof mehrere Überwachungskameras installieren. Eine soll die Fahrradständer und -boxen im Auge behalten, eine andere die Informationsanzeige an der Bushaltestelle (siehe Foto im Text). Die wurde innerhalb kürzester Zeit dreimal demoliert.  

Urberach - Videokameras an strategisch günstigen Punkten plus gezielter Kontrollen von (Ordnungs-)Polizei und freiwilligem Polizeidienst: Diese Kombination hat die Sicherheitsbedingungen am Bahnhof Ober-Roden laut Erstem Stadtrat Jörg Rotter „deutlich verbessert“.

Rund eineinhalb Jahre nach der Freischaltung der Kameras will die Stadt nun auch den Urberacher Bahnhof mit Kameras überwachen. Die Arbeiten beginnen Ende des Monats, mit der Inbetriebnahme rechnet die Stadt noch im Februar. „Die Anlage in Ober-Roden hat sich voll und ganz bewährt: weniger Vandalismus, weniger Verunreinigungen, weniger illegale Müllablagerungen, weniger Herumlungern, mehr Sauberkeit“, sagte Rotter. Ursprünglich sollten die Kameras in Urberach schon im vergangenen Jahr ein wachsames Auge auf den Bahnsteig und sein Umfeld haben; die erforderlichen Mittel in Höhe von rund 25.000 Euro waren auch im Haushalt 2015 eingeplant. Doch vor der Auftragsvergabe musste die Stadt noch vertragliche und datenschutzrechtliche Belange mit der Deutschen Bahn und der für Bahnhöfe zuständigen Bundespolizei klären. Die Kosten trägt die Stadt alleine. „Dieses Geld ist aber sehr sinnvoll investiert“, betonte Rotter.

Die Überwachung per Videokamera hilft zum einen der Polizei bei der Aufklärung von Straftaten. Als mindestens ebenso wichtig erachtet die Stadt laut Rotter die präventive Wirkung der Technik und das verbesserte Sicherheitsgefühl der Bürger und Dreieich-Bahn-Kunden. Schon alleine die Anwesenheit der Kameras kann Straftaten verhindern und das viel zitierte subjektive Sicherheitsgefühl steigern.

Bilder: Bahnhof des Jahres 2015 in Marburg

Eine der Kameras soll auch die Fahrrad-Parkplätze in den Blick nehmen, eine andere die Informationsanzeige an der Bushaltestelle. Die wollte die Kreisverkehrsgesellschaft nach der dritten Reparatur nicht mehr in Ordnung bringen. Denn das kostet jeweils rund 10 000 Euro. Mit dem Argument der stets wachsamen Kameraaugen hofft Rotter die Verantwortlichen der KVG dazu bewegen zu können, die Anzeige „wieder zum Laufen zu bringen“. Die Überwachungskameras zeichnen auf. Nur wenn es einen konkreten Anlass gibt, also eine Straftat aufgeklärt werden soll, gibt es einen Zugriff auf das Bildmaterial, das für einen festgelegten Zeitraum gespeichert wird.  (lö)

Quelle: op-online.de

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