Trotz Zerstörungswut hirnloser Übeltäter

Kinder- und Jugendfarm feiert fröhlich

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Das Stockbrot schmeckte am Lagerfeuer: Wer wollte, konnte sägen, ließ sich bunt bemalen oder blieben beim Dosenwerfen hängen.

Urberach - Die während der Woche auf dem Gelände angerichteten Vandalismusschäden ließen Mitglieder, Freunde und Sponsoren der Kinder- und Jugendfarm Rödermark glücklicherweise nicht größer umdenken: Das Farmfest wurde wie geplant am Samstag gefeiert.

Einiges an Schäden war notdürftig repariert worden, anderes störte beim Feierbetrieb nicht oder machte Lust es gleich wieder aufzubauen, wie etwa die gelynchte Vogelscheuche – ein Farmliebhaber lässt sich nicht unterkriegen Dafür ist das Natur- und Gemeinschaftserlebnis dort zu groß.

Gerade beim Fest zeigte sich wieder, wie viel Familiezusammen machen kann, wie viel Freiraum aber auch jeder Einzelne hat. Dank zahlreicher Sponsoren – allen voran die beiden örtlichen Banken sowie die Spender der vielen Tombolapreise – und dank der Tatkraft der Verantwortlichen wurde es ein tolles Fest ohne sperrige Reden und Eröffnungen, sondern einfach mit sehr viel Miteinander. Pflanzen statt Reden stand im Mittelpunkt des Nachmittags – so setzten auch Thilo Macharowsky und Alfons Hügemann vom Verein gemeinsam mit Erstem Stadtrat Jörg Rotter für die Stadt unter fachkundiger Beratung einen Walnussbaum – gespendet von der Sparkasse, soll er bald schon Schatten für den darunter liegenden Spielplatz spenden. Trotzdem müssen die Einnahmen an den üppig bestückten Kuchenbüfett etwa wie auch die Erlöse der Tombola – Marke „Jedes Los gewinnt“ – in die notwendige Renovierung der angerichteten Schäden eingebracht werden, der Rest kommt dem Erhalt des kostenfreien Regelbetriebs freitags und samstags zugute. Der Rückgang ehrenamtlicher Farmhelfer zwingt die Hauptverantwortlichen ohnehin zu immer mehr eigener Arbeit – dass sie nun auch noch immer wieder zugefügte willkürliche Schäden reparieren müssen, erhöht den Druck zusätzlich und vor allem unnötigerweise.

Farmfest auf der Kinder- und Jugendfarm

Farmfest auf der Kinder- und Jugendfarm

Beim Farmfest war davon allerdings nichts zu spüren – es durfte einfach gefeiert werden. Ein kleiner Grün-Markt bot Pflanzen und Sprösslinge an; andrerseits konnte gegen eine Spende von 55 Euro die Patenschaft für einen Baum (vorwiegend Obstgehölze) oder für 11 Euro für einen Strauch übernommen werden – was sich Rotter nicht zweimal sagen ließ und die Patenschaft für einen Apfelbaum mit dem Namen „Benjamin“ übernahm. Zu viel gepflanzt darf dort allerdings auch nicht werden – das regeln strenge Auflagen der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Doch noch gibt’s viele Patenschaften zu übernehmen. Die Kinder übten sich im Kuheuter-Melken, sie futterten Stockbrot am Lagerfeuer, sägten und hämmerten.

Quelle: op-online.de

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