Freie Wähler und FDP sind Wahlgewinner

Koalition muss Federn lassen

Rödermark - Die schwarz-grüne Koalition hat kräftig Stimmen eingebüßt. Die kleinen Parteien sind nach dem vorläufigen Ergebnis die großen Gewinner. Von Michael Löw

FDP und Freie Wähler (FWR) haben ihren Stimmenanteil bei der Kommunalwahl gestern mehr als verdoppelt und nähern sich mit 11,5 beziehungsweise 13 Prozent fast der SPD an. Die konnte als einzige Oppositionspartei nicht zulegen, sondern stagniert auf niedrigem Niveau. CDU und AL bleiben trotz Verlusten von zusammen fast 15 Prozentpunkten mit Abstand die stärksten Parteien. Das Trendergebnis, das nur die Stimmzettel mit reiner Listenwahl erfasst, stand um 20.22 Uhr fest.

„Ein Mords-Erfolg, mit so einem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, jubelte FWR-Spitzenkandidat Peter Schröder über den vorläufigen Traumwert und analysierte: „Die Koalition hat nicht besonders toll für den Bürger gearbeitet.“ FDP-Chef Tobias Kruger war eigenem Bekunden zufolge „klar, dass wir besser als 2011 abschneiden“. Aber 11,5 Prozent hätten doch alle Erwartungen übertroffen.

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„Ein wenig enttäuscht, obwohl die Opposition insgesamt gestärkt wurde“, kommentierte Armin Lauer (SPD). Die CDU-Vorsitzende Patricia Lips geht wieder davon aus, dass ihre Partei durchs Kumulieren und Panaschieren um fünf bis sechs Prozent zulegt. Perihan Demirdöven, die Vorsitzende der AL, vermutet, dass FDP und FWR vom Nichtantreten der AfD bei der Gemeindewahl profitierten.

Quelle: op-online.de

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