„Grüne sind selbstgefällig“

FWR weist Vorwurf der AfD-Nähe zurück

Rödermark - Die Freien Wähler (FWR) fühlen sich von der AL zu Unrecht in die rechtspopulistische Ecke gerückt. „Die heftigen Verluste an Wählerstimmen von 9,2 Prozentpunkten sind den Grünen offenbar auf den Magen geschlagen“, schreiben sie in einer Pressemitteilung.

Sowohl die AL-Vorsitzende Perihan Demirdöven als auch ihr Stellvertreter Eckhard von der Lühe sehen die Stimmengewinne von FWR (plus 5,5 Prozent) und FDP (plus 5,0 Prozent) als Zuwendung potenzieller AfD-Wähler. Der Versuch, bürgerliche Kräfte in die rechte Ecke stellen zu wollen, entbehre jeder Grundlage und sei geschmacklos. FWR-Sprecher Siegfried Kupczok: „Der Gedanke, dass viele Rödermärker die grüne Politik einfach satt haben, sich nicht mehr immer mehr Geld aus den Taschen ziehen und nicht mehr bevormunden lassen wollen und sich deshalb für bürgernahe Kandidaten entschieden haben, kommt den Grünen offensichtlich nicht.“ Selbstgefälligkeit ist nach Ansicht der FWR einer der Gründe für das schlechte Wahlergebnis der Grünen.

Wie unsinnig die grünen Unterstellungen sind, zeige der Blick zu den Nachbarkommunen. In Dietzenbach entsprächen die Verluste von Grünen, CDU und SPD fast aufs Zehntelprozent dem AfD-Ergebnis. Ähnlich sehe das Rodgauer Ergebnis aus. Den grünen Verlusten von sieben Prozent stehe ein AfD-Gewinn von von zehn Prozent gegenüber. Kupczok: „Obwohl sich die Zahlen so interpretieren ließen, werfen die FWR den Grünen nicht vor, Steigbügelhalter der AfD zu sein.“ Die Wählerwanderungen in den Kommunen ließen sich eben nicht bis ins letzte Detail ergründen.

Quelle: op-online.de

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