AL nominiert Bewerber für Kommunalwahl

Stefan Gerl ist Spitzenkandidat

Urberach - Einstimmig haben die AL-Mitglieder 35 Kandidaten für die Kommunalwahl am 6. März nominiert.

Sie repräsentieren ein breites Berufsspektrum vom Imker bis zum Arbeitsgerichtsdirektor, erfahrene Kommunalpolitiker bewerben sich ebenso um einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung wie neue Interessenten. Es handele sich um eine „echte Bürgerliste“, da die meisten Kandidaten über kein „Parteibuch“ verfügten, schreibt die AL. Der langjährige Fraktionsvorsitzende Stefan Gerl führt erneut die Liste an. An zweiter Stelle steht Stadtverordnetenvorsteherin Brigitte Beldermann, gefolgt von der AL-Vorsitzenden Perihan Demirdöven und der ehrenamtlichen Stadträtin Karin von der Lühe.

Die AL wurde bei der Kommunalwahl 2011 zweitstärkste Kraft. Sie gewann 13 Mandate und bildet seit knapp fünf Jahren eine Koalition mit der CDU. Vor der Listenaufstellung verabschiedeten die Mitglieder einstimmig eine so genannte „Rödermärker Erklärung“. Sie erklärt unter anderem Grundzüge der AL-Kommunalpolitik und beschreibt, wie Rödermark fit für die Zukunft gemacht werden soll. So hält die AL am Ziel fest, ab dem Jahr 2018 nicht mehr Geld auszugeben als eingenommen wird.

Darüber hinaus will sich die AL weiterhin für eine Siedlungs- und Baupolitik einsetzen, die der behutsamen Schließung von Baulücken im Innenbereich Vorrang gibt vor neuen Baugebieten. Außerdem gelte es, den öffentlich geförderten sozialen Wohnungsbau voranzutreiben. Die Rodau müsse auch aus Gründen des Hochwasserschutzes weiter renaturiert und die „Grüne Mitte“ Stück für Stück zu einer naturnahen Begegnungsstätte zwischen den Stadtteilen weiterentwickelt werden.

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Die Rödermärker Erklärung würdigt die Fortschritte bei der Kinderbetreuung in der Stadt, mahnt aber zugleich weitere Schritte an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Für Jugendliche fordert die AL die Sicherung quartiersbezogener Räumlichkeiten und projektbezogener Angebote. Älteren Menschen will die AL das Leben durch ein besseres Wohn- und Betreuungsangebot erleichtern.

Menschen, die vor Krieg und politischer Verfolgung fliehen, verdienten Schutz und schnellstmögliche Integration in die Gesellschaft, betont die AL. Um ihre politischen Ideen in praktische Politik umsetzen zu können, will die AL auch nach der Pensionierung von Bürgermeister Roland Kern im Sommer 2017 hauptamtlich im Magistrat vertreten sein. Eine Bürgermeisterkandidaten beziehungsweise einen Bürgermeisterkandidaten will der Vorstand im Sommer 2016 benennen. Die vollständige Rödermärker Erklärung ist unter www.die-roedermark.partei.de nachzulesen. (lö)

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Quelle: op-online.de

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