„Ausfahrt überflüssig“

Kritik an Fahrbahnteilern reißt nicht ab

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Rödermark im Di@log Die Zahl der gelben Fahrbahnteiler auf dem Rödermarkring schrumpft, die Menge der rot-weiß gestreiften Warnbaken nimmt zu. Schön ist"s nicht, doch seit Wochen hat die Polizei an der neuen Tankstelle keine neuen Unfälle mehr aufnehmen müssen.  

Ober-Roden - Offenbar gewöhnen sich Autofahrer an die Fahrbahnteiler, die das Linksabbiegen von der neuen Jet-Tankstelle auf den Rödermarkring verhindern sollen. Die Polizei musste dort seit 10.  Dezember keinen Unfall mehr aufnehmen.

In den vier Wochen davor hatte es fünf Mal gekracht. Die Bilanz: drei Verletzte und mehr als 70.000 Euro Schaden. Der Kreis Offenbach hatte die schweren Plastikhindernisse auf der B 459 der Verkehrssicherheit wegen zum Bestandteil der Baugenehmigung für die Tankstelle gemacht, Hessen Mobil hat sie montiert, Autofahrer wurden durch die Barrieren aus der Spur katapultiert. Unsere Leser diskutieren kontrovers, hier einige Meinungen, die die Redaktion erreicht haben.

„Diese Monster haben im Straßenverkehr nichts zu suchen. Eine durchgezogene Linie sollte genügen. Biegt trotzdem jemand ab, kann man immer noch reagieren“, kommentiert „DirtyHarryC“ und vergleicht die Fahrbahnteiler mit Abschussrampen, die dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur Ehre machen. Ähnlich schwere Kaliber fährt „SP“ auf: „Baut doch gleich Absprung-Schanzen hin!“

„Ourewald“ fragt: „Wer ist für den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr zuständig? Man kann nur hoffen, dass endlich einmal ein couragierter Staatsanwalt sich dieser Behördendummheit annimmt und ein Urteil fällen lässt.“ „Was sich Hessen Mobil in den vergangenen 15 Monaten allein im Kreis Offenbach an Fehlern geleistet hat, würde schon für eine Doppelfolge von „Pleiten, Pech und Pannen“ ausreichen“, glaubt „Bonsai 21“, den Hauptschuldigen ausgemacht zu haben. „Tanja-ohne“ kritisiert auch den Kreis: „Wer solch eine gefährliche Ausfahrt an einer stark frequentierten Straße genehmigt, gehört ebenfalls an den Pranger gestellt.“ „Zauberhexe“ hält die „Ausfahrt an der Tanke“ schlicht und einfach für überflüssig.

Brauchen Sie Hilfe? Sinnvolle Assistenzsysteme im Auto

Doch nicht für alle sind die Behörden schuld. „Wer gelbe Poller mit Warnbaken nicht erkennt, hat auch sonst wohl ein Problem im Straßenverkehr“, fordert „oigeplaggder“ mehr Aufmerksamkeit von den Autofahrern. Unterstützung bekommt er von Martin Schwoerer: „Ich möchte den Autofahrer kennenlernen, der bei den vorgeschriebenen 70 Stundenkilometern die Barrieren übersieht. Er wäre ein Fall für den Augenarzt oder ein Kandidat für den Führerscheinentzug.“  (lö)

Quelle: op-online.de

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