Vielfalt des Programms zahlt sich aus

Kulturhalle spielt Überschuss ein

Rödermark -  Eine erfreuliche Premiere feiert der städtische Kulturbetrieb. Die Kulturhalle hat im Haushaltsjahr 2015 erstmals seit Aufnahme des Spielbetriebs im Jahr 1994 einen Überschuss erwirtschaftet: satte 35.151 Euro.

Rita Bien vom Kulturbüro und der Leiter des Fachbereichs Kultur, Vereine, Ehrenamt, Gregor Wade, haben die Sektkorken zwar nicht knallen lassen. Aber hochzufrieden sind sie derzeit schon. Erstmals seit Aufnahme des Spielbetriebs im Jahr 1994 hat das Programm in der Kulturhalle Ober-Roden einen Überschuss erwirtschaftet: stolze 35.151 Euro.

Die Umstellung des Programms hat sich also im wahrsten Wortsinn ausgezahlt. Bürgermeister Roland Kern lobte gestern vor der Presse den „wunderbaren Veranstaltungsmix“ auch der nächsten Spielzeit. Man könnte – quasi auf Kosten des Niveaus – auch ausschließlich lukrative Veranstaltungen für ein sehr breites Publikum anbieten. Das Kulturbüro achte aber darauf, dass jeder auf seine Kosten komme, auch wenn mancher Termin nicht kostendeckend sein könne. „Das Gesamtangebot muss stimmen“, warb Kern für die ausgewogene Mischung.

Offenbar ist dies dem Kulturbüro im Haushaltsjahr 2015 gelungen. 10.740 Eintrittskarten wurden verkauft – und damit fast 4 000 mehr als im Haushaltsjahr 2014. Es gab 21 Veranstaltungen, die im Schnitt 511 Gäste in die Kulturhalle führten. Der große Saal und das Foyer waren 179 Mal belegt, die Nebenräume 654 Mal. Einnahmen von 273.193 Euro aus dem Kartenverkauf standen Ausgaben für Veranstaltungen von 238.042 Euro gegenüber.

Zur Vorstellung der Jahresbilanz 2015 nannten Rita Bien und Gregor Wade eigene Kulturhallenveranstaltungen, die besonders regen Zuspruch gefunden hatten. Nummer eins in der Hitliste war „Der Kurschattenmann“ mit 706 Gästen, gefolgt vom Musical „Elvis“ (687 Zuschauer) und dem Ballett „Fantasio“ (686 Besucher).

Das Neujahrskonzert als feste Größe war 2015 erstmals in seiner Geschichte nicht ausverkauft (673 Zuhörer, Platz vier). Rita Bien kündigte hierfür Veränderungen an. „Wir müssen reagieren.“ Das bisherige Konzept des Neujahrskonzerts werde ihrer Einschätzung nach „höchstens noch ein, zwei Jahre“ aufgehen. Diese Veranstaltung müsse unbedingt „mehr junge Leute ansprechen“.

Ausdrücklich würdigten Bien und Kern die Zusammenarbeit mit dem Alternativen Zentrum, mit dem das Kulturbüro Kabarett anbietet. Überhaupt sei Rödermark kulturell sehr breit und gut aufgestellt – nicht zuletzt auch dank der Musikgemeinde und „Red Rooster“. Seinen Abonnenten stellt das Kulturbüro das Programm der Spielzeit 2016/17 mit 29 Veranstaltungen am morgigen Samstag ab 20 Uhr in der Kulturhalle exklusiv vor. (bp)

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Quelle: op-online.de

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