Bahnhofstraße bekommt breite Gehwege

Land hat kein Geld für B486-Umbau

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Seit der Eröffnung der Offenthaler Südumgehung fahren jeden Tag etwa 900 Autos mehr durch Urberach. Der 2013 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossene Umbau von drei markanten Punkten an Konrad-Adenauer- und Traminer Straße lässt auf sich warten. Das Land sieht so schnell keine Möglichkeit, das Projekt zu finanzieren.

Urberach - Die Prioritäten beim Umbau der Urberacher Hauptstraßen haben sich verschoben. Anstelle der B486 nimmt die Stadt als nächstes die Bahnhofstraße in Angriff. Bürgermeister Roland Kern geht davon aus, dass die Arbeiten Anfang 2016 beginnen.

Die Freigabe der Südumgehung Offenthal im Dezember 2013 hatte die Diskussion um den Umbau der B 486 in Urberach neu entfacht. Zunächst forderte die SPD künstliche Hindernisse entlang der gesamten Konrad-Adenauer- und Traminer Straße, dann einigte sich das Stadtparlament auf eine kleine Lösung: Verengungen an den Ortseinfahrten und eine Aufpflasterung an der St. Gallus-Kirche. Da die Haupt- eine Bundesstraße ist, hat die Landesbehörde Hessen Mobil ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. „Hessen Mobil hat unsere Gestaltungspläne zwar positiv aufgenommen, sieht aber für die nächsten Jahre keine Finanzierungsmöglichkeiten“, sagte Bürgermeister Roland Kern gegenüber unserer Zeitung. Vorrang genieße deshalb der Umbau der Bahnhofstraße, die ebenfalls eine Landesstraße ist. Die Bauverwaltung arbeitet derzeit an Plänen für Bürgersteige von mindestens einem Meter Breite - ohne dass dies zu Lasten der Parkplätze geht. Um Geld zu sparen, beginnt die Stadt erst mit dem Umbau, wenn in der Bahnhofstraße neue Gas- oder Wasserleitungen verlegt werden. Das soll Anfang 2016 der Fall sein.

Bis dahin will Kern die Pläne mit Anliegern, Geschäftsleuten und der Quartiersgruppe Urberach erörtern. Hoffnung auf etwas mehr Ruhe und Sicherheit vor ihren Häusern dürfen sich auch die Anwohner der Robert-Bloch-Straße machen. Denn das Verkehrsministerium im Wiesbaden bewertet Tempo-30-Zonen auf Landesstraßen anders als noch vor Jahresfrist. Bürgermeister Kern: „Wir wollen nochmal einen Anlauf nehmen für eine durchgängige Anordnung von Tempo 30 auf der Robert-Bloch-Straße.“ Die Ordnungspolizei soll die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung kontrollieren. Auf der rund 400 Meter langen West-Ost-Verbindung gilt zunächst Tempo 50, ab der Hälfte werden die Autos auf 30 Stundenkilometer herunter gebremst. Anwohner Willi Zoll kämpft schon seit 2004 um eine einheitliche Tempo-30-Regelung.

Quelle: op-online.de

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