Versicherungen betrogen

Bei manipulierten Unfällen kräftig abgesahnt

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Rödermark/Darmstadt - Ein 29-jähriger Rödermärker soll Kopf einer Bande gewesen sein, die mit fingierten Autounfällen mehr als 150.000 Euro ergaunert hat. Der mutmaßliche Betrüger steht am Montag, 26.  Januar, vor dem Landgericht Darmstadt.

Der Angeklagte hat sich laut Staatsanwalt mit vermeintlichen Haltern, Unfallbeteiligten und Kfz-Gutachtern zusammengeschlossen, um mit wechselnder Beteiligung Unfälle vorzutäuschen oder überhöhte Reparaturrechnungen zu kassieren. 17 Mal soll’s zwischen April 2008 und Februar 2014 gekracht haben, den Schaden gibt die Staatsanwaltschaft mit fast 154.000 Euro an. Die Bande trieb unter anderem in Darmstadt und Offenbach ihr Unwesen.

Die manipulierten Unfälle liefen völlig unterschiedlich ab: Mal provozierte ein Mitglied der vermeintlichen Bande einen Auffahrunfall, mal einen Parkplatzrempler. Auch Zusammenstöße beim Rückwärtsfahren oder beim Spurwechsel gehörten zum Repertoire. Die Schadenshöhe, so eine Sprecherin des Darmstädter Gerichts, schwankte zwischen 3600 und 14.900 Euro. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Die deutschen Kfz-Versicherer befürchten, dass es bei jedem zehnten Unfall nicht mit rechten Dingen zugeht. Der 29-Jährige soll außerdem als Geschäftsführer einer Immobilienfirma gemeinsam mit einem Partner zahlreiche Autos vermietet haben, obwohl dies weder Gegenstand des Gewerbes war noch die Fahrzeug entsprechend versichert gewesen sein sollen. Eines dieser Autos wurde angeblich als Fluchtfahrzeug bei mehreren Einbruchsdiebstählen benutzt. Der Prozess beginnt am 26. Januar um 13 Uhr im Saal 10 des Landgerichts Darmstadt. Er wird am 11., 16., 20. und 23. Februar zur gleichen Zeit fortgesetzt.

Kuriose Unfälle in der Region

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Quelle: op-online.de

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