Urkunden und Verdienstplaketten

Engagement ist keine Einbahnstraße: „Freude kehrt ins Herz zurück“

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Vier besonders engagierten Ehrenamtlichen verliehen Bürgermeister Roland Kern, Erster Stadtrat Jörg Rotter und Stadtverordnetenvorsteher Sven Sulzmann Verdienst- oder Sportplaketten in Silber: Gisela Auth (Skiclub Rödermark-Rodgau), Antonius Milis (MTV Urberach), Hildegard Jäger (Kirchenchor Cäcilia Ober-Roden, hier mit Enkel Justus) und Thomas Kuhn (Musikverein 03 Ober-Roden).

Ober-Roden - Jahr für Jahr ehrt die Stadt Rödermark Bürger, die ihre Kraft und ihre Zeit ins Ehrenamt und damit für die Gemeinschaft investieren. Die Vorschläge kommen aus den Vereinen und Verbänden; die Entscheidungen treffen die Vertreter der Stadt.

Die Verleihung wird stets zu einer Feierstunde mit Sekt und anschließendem gemeinsamen Imbiss. „Das ist heute einer der wichtigsten Tage im gesellschaftlichen Leben unserer Stadt, denn wir wollen das würdigen, was unsere Stadt lebenswert macht“, begrüßte Bürgermeister Roland Kern die vielen Gäste der Ehrenamtsmatinee 2016. Die Besucher kamen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, vor allem aus Politik und Vereinen, und Kern zitierte noch einmal Perikles vor etwa 2500 Jahren: „Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, der ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger.“ Viele im Perikles"schen Sinne guten Bürger wurden bei der Matinee ausgezeichnet.

Eine städtische Ehrenurkunde erhielten 19 Rödermärker im Foyer der Kulturhalle.

An diesem Sonntagmittag waren sehr viele Menschen in die Kulturhalle gekommen, um zu sehen, was der Filmemacher und Fotograf Peter Odermann präsentierte: Er hatte wieder alle Geehrten an ihren Wirkungsstätten besucht und sie dort selbst zu Wort kommen lassen. Denn einem Menschen in seinem prägenden Umfeld kann man viel leichter Achtung und Anerkennung zollen. Und man erinnert sich besser seiner mannigfachen Aufgaben, wenn man’s gesehen hat. So gab"s viel Beifall für die Empfänger der Ehrenurkunden sowie der bronzenen und silbernen Sport- und Verdienstplaketten. Neben Urkunden und Medaillen gab es Blumen für alle und lang anhaltenden Beifall für so manche dem Bürger zugute kommende unentgeltliche Tätigkeit, die oft schon ein halbes Leben lang ausgeübt wird.

Eine Jugendehrung entfiel in diesem Jahr. Dafür ehrten Kern, Erster Stadtrat Jörg Rotter und Stadtverordnetenvorsteher Sven Sulzmann auch diesmal eine Gruppe von Frauen und Männern, die von der Stadt angeregt wurde und vom Ehrenamtsbüro begleitet wird: der Senioren-Besuchsdienstkreis, in dem zur Zeit 22 Menschen, darunter zwei Flüchtlinge, regelmäßig alte Menschen besuchen und sie damit am gemeinschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben lassen.

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14 dieser Freiwilligen hat Elke Heidelbach, die Leiterin des Ehrenamtsbüros, auf der Bühne vorgestellt. Eine von ihnen, Dagny Schüler, bedankte sich für diese Aufmerksamkeit mit den Zeilen, die für alle an diesem Tag Geehrten gelten können: „Denn die Freude, die wir schenken, kehrt ins eigne Herz zurück.“ Die Ehrenamtsmatinee wurde vom Musikverein 03 Ober-Roden begleitet. (chz)

Quelle: op-online.de

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