Zwei neuen Ampeln gegen Staus

Mehr Schwung auf dem Rödermarkring

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Wo sich Rödermarkring und L 3097 kreuzen, würde die Stadt gern einen Kreisel bauen. Doch Hessen Mobil lehnt das ab.

Rödermark - Die Straßenbaubehörde Hessen Mobil lässt zwei Ampeln am Rödermarkring erneuern. Sie sollen die Staus verkürzen, die besonders morgens während des Berufsverkehrs die Autofahrer nerven. Die Stadt würde die Ampeln lieber durch Kreisel ersetzen. Vom Michael Löw 

Rund 13.600 Autos fahren täglich über die B 459, den Rödermarkring. Wer ihn morgens auf dem Weg zur Arbeit benutzt, braucht eine Extra-Portion Geduld. An der Einmündung der Frankfurter Straße und der Kreuzung mit der L 3097 staut sich der Verkehr weit zurück. Die Lichtsignalanlagen - so heißen Ampeln im Deutsch der Verkehrsbehörden - sind veraltet. Sie stammen aus dem Jahr 1986, also aus der Bauzeit des Rödermarkrings. Deshalb lässt Hessen Mobil zwei von ihnen erneuern - der Magistrat drängt schon seit Jahren auf Besserung. Die letzten „Mahnungen“ hat der Erste Stadtrat Jörg Rotter im Sommer nach Wiesbaden geschickt.

Die Ampel an der Kreuzung von Rödermarkring und Kapellenstraße wird auf zeitgemäße Schaltung und Stromspartechnik umgerüstet.

Jetzt hat die Ampelmodernisierung an der Kreuzung von Rödermarkring und Kapellenstraße begonnen. Hessen Mobil investiert dort rund 120.000 Euro. Die neue Ampel wird mit Strom sparender LED-Technik und einer Schaltung, die sich am Verkehrsfluss orientiert, ausgestattet, erläutert Pressesprecher Stefan Hodes. Vorbild ist die vor Jahren aufgerüstete Ampel an der Waldacker-Kreuzung, die die Staus sogar im Berufsverkehr weitgehend reduziert hat. Als nächstes bekommt die Kreuzung zwischen Ober-Roden und Urberach eine neue Ampel. Die ist mit 136.000 Euro ein ganzes Stück teurer, weil sie mehrere Abbiegespuren regelt.

Parallel dazu führt Hessen Mobil vor den neuen Ampeln einheitlich Tempo 70 ein. Auch das soll den Durchsatz größer machen. Bisher wurden Autofahrer zuerst auf 80, dann auf 60 Stundenkilometer herunter gebremst. Der Magistrat favorisiert dagegen Kreisel. „Sie sind die intelligentere Lösung und haben deutlich weniger Unterhaltungskosten“, sagt Stadtrat Rotter. Für die Ampel am Breidert-City-Center zum Beispiel zahlt die Stadt pro Jahr mehr als 20.000 Euro an laufenden Kosten und Abschreibung. In der Sitzung des Bauausschusses am Mittwochabend unterstützten Sprecher aller Fraktionen die Forderung des Magistrats. Sie brachten einen Grundsatzbeschluss auf den Weg: Wo immer möglich, sollen Kreuzungen durch Kreisel ersetzt werden.

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

Wo Autofahrer am längsten im Stau stehen

„Wir müssen den Rödermarkring attraktiver machen, um auch Urberach zu entlasten“, hebt Rotter die Bedeutung der Umgehungsstraße hervor. Denn nur wenn die Verbindung von der B 486 über Rodaustraße und Rödermarkring zur B 45 funktioniert, machen Autos auch einen Bogen um Urberach. Die Anwohner von Konrad-Adenauer- und Traminer Straße warten seit Jahrzehnten auf Entlastung. Ende 2012 hatte die Stadtverordnetenversammlung ein ganzes Paket am Maßnahmen - Verengung der Fahrbahn am nördlichen und südlichen Ortseingang, Aufpflasterungen am Dalles, fußgängerfreundlich geschaltete Ampeln - Hessen Mobil zur Prüfung vorgelegt. Auf die Antwort warten die Urberacher heute noch.

Quelle: op-online.de

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