Neue Bücherzelle im Breidert enthüllt

Ein Spottlied gegen Rowdys

+
In guter Tradition zur ersten öffentlichen Bücherzelle waren es auch diesmal Kinder, die nach der Enthüllung als erste den neuen Buchbestand begutachteten.

Ober-Roden - Mit einem kleinen Sommerfest vorm Ärztehaus feierte die Initiative „Wir sind Breidert“ ihren fünften Geburtstag, die neue Bücher-Telefonzelle und letztlich auch sich selbst.

Zu Recht, denn die Gruppe hat es wieder einmal geschafft, ein spontan gegebenes und doch sehr anspruchsvolles Versprechen wahr zu machen. Beim Fest wurde das zweite quietschgelbe Markenzeichen der Initiative und mittlerweile des ganzen Viertels enthüllt: Eine von vielen Sponsoren und Helfern wieder sinn- und stilvoll hergerichtete neue kleine „Stadtteilbücherei“ wurde ihrer Bestimmung übergeben.

Bürgermeister Roland Kern packte sie zusammen mit dem Team um Karlheinz Weber aus und öffnete sie für die ersten Leser - wieder einige Kinder aus der Umgebung. Das motivierte natürlich auch Breidert-Bänkelsänger Wolfgang Seitz zu einem Lied mit dem erfrischenden Refrain „…und jetzt steht an dieser Stelle ’ne neue quietschgelbe Telefonzelle! Und die Moral von der Geschicht’: Vandalismus, den dulden wir nicht!“

Der abwechslungsreich bestückte neue Bücherschrank ist in seiner momentanen frischen Schönheit ein echter Hingucker und bettelt buchstäblich um gute Behandlung. Hat er doch wieder viel Herzblut, Arbeitszeit und letztlich natürlich auch Geld verschlungen. Alle Besucher des Festakts wünschen sich nichts mehr, als dass ihm ein Ende wie das seines Vorgängers, der zwischen Weihnachten und Neujahr in die Luft gesprengt wurde, erspart bleibt.

Dafür tun die Menschen im Breidert und ihre Gäste auch etwas. Sie unterzeichneten noch vor Ort eine „Rödermärker Erklärung gegen Vandalismus“, in der bürgerfeindliches Handeln, an welchem Ort und an welchem Objekt auch immer, stets eine gemeinschaftliche Reaktion als Zeichen nachbarschaftlichen Miteinanders auslösen wird. „Das Zerstörte ist nur vorübergehend – das Ganze sei unser Werk!“

Wer sich diesen Gedanken anschließen möchte, kann mit Karlheinz Weber (Tel.: 06074/881310, E-Mail khweber@t-online.de) Kontakt aufnehmen. (chz)

Bilder: Vandalen zerstören Bücherzelle

Quelle: op-online.de

Kommentare