Umbau der Kulturhalle im Eiltempo geglückt

+
Erst wenige Minuten vor den ersten Walzerklängen des Johann-Strauß-Orchesters konnten die rund 770 Gäste des Neujahrskonzerts ihre Plätze einnehmen - so lange waren Kulturhallen-Mannschaft und Orchester mit dem Umbau der Halle vom Vorabend und dem neuen Aufbau beschäftigt.

Rödermark - Fängt das neue Jahr für alle Bürger gut an? Harte Tage waren es auf alle Fälle für die Mitarbeiter der Kulturhalle Ober-Roden.

Nachdem am Samstagabend das Großspektakel „Moscow Circus on Ice“ dort vor vollem Haus Station gemacht hatte, wartete am Sonntagmorgen bereits das Johann-Strauß-Orchester Budapest mit dem Neujahrskonzert auf seinen Auftritt. Eine echte Herausforderung für die gesamte Mannschaft, die auch weitergeht, denn am Donnerstagabend werden bereits die Trommler von „Tao“ an gleicher Stelle ihr Publikum begeistern. „Sie kommen zum Teil am Dienstag schon, denn dann werden auch die Schiffscontainer mit den Trommeln direkt aus Japan angeliefert und müssen von den Profis vorbereitet werden, um sich hier an das Raumklima etwa zu akklimatisieren“, erläutert Rita Bihn, der gute Geist der Kulturhalle, wenige Minuten vor der Saalöffnung am Sonntag. Erst zehn Minuten vor dem ersten Heben des Taktstocks konnten die Gäste fürs Neujahrskonzert ihren eigenen unter den 770 Plätzen aufsuchen. Bis zuletzt wurde die Halle vom Vorabend nach- und wieder vorbereitet. „Gegen 22. 30 Uhr endete die Veranstaltung auf Eis, das eigentlich Kunststoffplatten waren, die recht schnell verlegt werden konnten – mehr in Sorge waren alle über die Enge am Samstagabend gewesen, denn so manche geschleuderte Pirouette ließ uns alle schon mal erzittern“, erinnert sich Rita Bihn. Der Orchestergraben war mit einbezogen worden, weshalb am nächsten Morgen noch mehrere Stuhlreihen nachgestellt werden mussten. Vor allem aber mussten für den hoch hinaus agierenden Eiszirkus die Klangsegel an der Decke alle abmontiert werden – und natürlich nachts bis nach 1 Uhr und am nächsten Morgen wieder aufgehängt werden.

Das rund 25-köpfige Orchester mit seinem Dirigenten Alexander Maschat und seinen Solisten, der Sopranistin Christin Mollnar und dem Tenor Karl Schineis, kam aufgrund des nächtlichen Schneefalls und der Eisglätte erst am Sonntag im Vormittag. Mit heißer Nadel in letzter Sekunde gestrickt – so ähnlich lief das alles ab, doch es klappte hervorragend, und das festlich gekleidete und ebenso gestimmte Publikum – oft Familien in guter Tradition – bedankte sich für die ersten Walzer mit rauschendem Beifall. Vor den ersten Strauß-Walzer hatte Alexander Maschat noch Werke weiterer Urväter des Dreivierteltaktes gesetzt, so etwa Franz von Suppé, Josef Lanner und Johannes Brahms. Mit dem „Zigeunerbaron“ kam dann auch der erhoffte Johann Strauß und mit ihm die beiden Solisten auf die Bühne, die auch nach der Pause weiter in Strauß, Millöcker oder Waldteufel schwelgten – ebenso wie die Zuhörer, die das Konzert spürbar genossen.

Musical „Dschungelbuch“ in der Kulturhalle Ober-Roden

Kita zeigt Musical „Dschungelbuch“

Erster Stadtrat Jörg Rotter begrüßte nicht nur die vielen Bürger im neuen Jahr, sondern auch das tschechische Orchester mit einer kurzen Ansprache in deren Landessprache. Fürs Hallenteam ging die musikalische Matinée relativ rasch vorbei, doch dann fingen schon die neuen Herausforderungen an. Am morgigen Dienstag warten schließlich die Teammitglieder vom „Tao“, dem „Samurai of the Drum“, mit einem neuen Bühnenbild auf ihre Aufbauarbeiten. Einige wenige Karten gibt’s dafür noch beim Kulturhallenbüro (Tel.: 06074/911655 oder 911653).

(chz)

Quelle: op-online.de

Kommentare