Eröffnung seines Mini-Kindergartens

Neustart nach schwerem Beginn

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Einen neuen Mitbewohner namens Fabian brachte Erster Stadtrat Jörg Rotter zum verspäteten Einweihungsfest der „Stoppelhobser“ mit (im Hintergrund Vorstandsmitglied Christian Büttner und Kerstin Lorenz, die Leiterin der Einrichtung).

Ober-Roden - Der Elternverein „Die Stoppelhobser“ hat den Neustart seines Mini-Kindergartens mit einem verspäteten Eröffnungsfest gefeiert.

Nach der fristlosen Kündigung der ersten Leiterin, die sich mit gefälschten Papieren beworben haben soll, war zunächst einmal das große Umstrukturieren angesagt. Am 1. Februar hatten die „Stoppelhobser“ nach kurzer Bauzeit und langem Warten auf die Betriebsgenehmigung ihren neuen U3-Kindergarten in der Odenwaldstraße bezogen, nur wenige Wochen später hatte der Vorstand des Elternvereins gewaltige Sorgen. Die damalige Leiterin „stolperte“ über eine möglicherweise fehlende Qualifikation, ein Rechtsverfahren ist noch anhängig. Damit war die Leitung vakant, und Erster Stadtrat Jörg Rotter erinnert sich zu gut an den alles verändernden Anruf von Vorstandsmitglied Patricia Schierz: „Jörg, wir haben da ein Problem!“

Der Elternverein war angesichts des Vertrauensbruchs niedergeschlagen und überlegte spontan, die Trägerschaft abzugeben. „Doch die Stoppelhobser waren ja geschichtlich gewachsen als Elternverein; entsprechend war es das Ziel der städtischen Stellen, diese Konstellation zu bewahren und den Verein trotz des Fachkräftemangels mit einer raschen Besetzung der Leitungsstelle zu unterstützen“, fasst Sozialdezernent Jörg Rotter die Lage zusammen.

Zusätzliches Ziel der Umstrukturierung war ein neues pädagogisches Konzept für den Mini-Kindergarten. Mit der Erzieherin Kerstin Lorenz (47), die seit 2001 im städtischen Kinderhaus Unter dem Regenbogen gearbeitet und seit 2009 als stellvertretende Leiterin Führungserfahrung gesammelt hatte, hatten Magistrat und Verein rasch eine gute Lösung gefunden. Die neue, sozusagen ausgeliehene Leiterin versprach, zwei Jahre dem Eltern- und Erzieherinnenteam zur Seite zu stehen. Wie gut diese Besetzung der Einrichtung tut, war bei der verspäteten Eröffnungsfeier an allen Ecken und Enden zu spüren. Nicht zuletzt das druckfrische pädagogische Konzept spricht für die zügige Umsetzung in guter Atmosphäre. Jetzt kann Ruhe einkehren.

Klagen auf den Kita-Platz - aber wie?

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Diese neue Arbeitsgrundlage, die nun wieder erweiterten Öffnungszeiten, Teamfindung und Vertrauensbildung wurde bei der nachgeholten Eröffnung auch gebührend gewürdigt. Bürgermeister Roland Kern, städtische Kinder- und Jugend-Fachfrauen, die Mitarbeiter der benachbarten AWO-Kita und diverse Parlamentarier waren vorbeigekommen, um Kerstin Lorenz und dem Vorstand um Patricia Schierz, Katja Schlüter, Gesine Wiehle und Christian Büttner Lob und Glückwünsche auszusprechen. Die Kinder freuten sich schon mal über Fabian, eine ausdrucksstarke Handpuppe, „die wir euch zusätzlich zu Kerstin Lorenz als Geschenk mitgebracht haben“, wie Jörg Rotter erläuterte.

Die „Stoppelhobser“ haben montags bis donnerstags von 7.30 bis 17 Uhr und freitags bis 16 Uhr geöffnet. Neben Leiterin Kerstin Lorenz arbeiten fünf Erzieherinnen hier, eine Bürofachkraft und eine Köchin für die 24 Kinder. Kontakt: „Die Stoppelhobser“ Odenwaldstraße 70a, 63322 Rödermark. Tel.: 06074/97509; Internetseite: www.stoppelhobser.de.

chz

Quelle: op-online.de

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