Nikolausmarkt in Urberach

Als Maria und Josef an der Krippe

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Angenehm ursprünglich ging es zu auf dem Urberacher Weihnachtsmarkt: Von jeher Tradition ist der dampfende Glühweinkessel des KSV Urberach überm offenen Feuer direkt gegenüber der Kirche St. Gallus. 

Urberach - Stimmungsvoll ging es zu auf dem kleinen, aber überaus geselligen Urberacher Nikolausmarkt auf dem Häfnerplatz.

Die vielen Mühen, welche vor allem die Karnevalsabteilung des KSV, die Urberacher Pfadfinder, der Kinderschutzbund und die Freie evangelische Gemeinde dafür auf sich genommen haben, haben sich gelohnt; die Urberacher und ihre Gäste hatten ihren Spaß.

„Machen Sie sich ein Bild von Weihnachten!“ – dazu lud die Freie evangelische Gemeinde ganz vordergründig wie auch sinnbildlich ein und schuf damit einen echten Mittelpunkt im adventlichen Treiben. Eine Art großer Verkleidungskiste ließ unter kräftiger Mithilfe der Organisatoren aus fröstelnden Marktbesuchern ganze Heerscharen von Hirten, Heiligen Königen oder auch Maria und Josef werden. Nach zögerlicher Überwindung wurde es zum herzerfrischenden Vergnügen, das im Bild festgehalten wurde und jetzt von der Homepage der FeG heruntergeladen werden kann. Unaufdringlich wurde dabei für das Kayako, das Kinderprojekt der FeG auf den Philippinen, geworben.

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Sich im Freien zu Spiel und Spaß zu bewegen, dazu forderten die Urberacher Pfadinder auf: einfache hölzerne Wurfspiele, selbst gegartes Stockbrot und ein leckeres Angebot an Speis und Trank sorgten für die Einnahmen, von denen die Pfadfinder 40 Prozent an den Verein tumor- und leukämiekranke Kinder in Mainz übergeben.

Mit dem KSV waren die Pfadfinder auch in diesem Jahr die Betreiber des Urberacher Nikolausmarktes, die Motivatoren, die das Marktgeschehen aufrechterhalten. „Nach wie vor ist dieser Häfnerplatz ideal für so einen Markt“, lobte KSV-Vorsitzender und Marktkoordinator Werner Popp. „Der städtische Bauhof hat uns die Beleuchtung und am Vortag auch die Häuschen aufgestellt, und wir haben seit Samstagmorgen gearbeitet, bis die Elektrik und alles klappte – aber es gibt keine Schwierigkeiten“, freute er sich.

Bilder vom Nikolausmarkt

Nikolausmarkt in Urberach

In diesem Jahr ohne Bühne oder Stagemobil, aber dafür umso geselliger an den Glühwein- und Pizzaständen etwa, bei den Fischbrötchen oder in der Kelterscheune beim Kinderschutzbund. „Es wäre noch schöner, wenn sich noch mehr Vereine beteiligen würden. Schließlich machen wir das nicht als Geschäft, sondern für die Menschen“, betonte Popp. „Es ist kein Weihnachtsmarkt wie in Frankfurt oder so, sondern es ist halt unser Nikolausmarkt, von uns für uns und unsere Mitbürger. Und das wollen wir auch so lange wie möglich durchhalten.“

Kinderkarussell und Zuckerwatte, warme Mützen und süße Mandeln, der Nikolaus mit Pferden und Wagen, am Sonntag dazu noch einige offene Geschäfte und an beiden Tagen eine Ausstellung im Töpfermuseum und eine Präsentation in der neuen Galerie in der Bachgasse (wir werden in den nächsten Tagen berichten) – das Spektrum war breit. Auch ohne Musikverein 06, der in diesem Jahr streikte, weil er sich voll aufs bevorstehende Weihnachtskonzert am 20. Dezember konzentriert.

Quelle: op-online.de

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