Bestes Zuchtergebnis für Mario Luthers Tiere

Pekingenten ein echter Hingucker

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Die Pekingenten von Rödermarks GZV-Vorsitzendem Mario Luther, (links, im Gespräch mit Erstem Stadtrat Jörg Rotter) sind eine Augenweide. Eine von ihnen bekam als einziges Tier der Ausstellung die höchst mögliche Auszeichnung „VE, vorzüglich in allen Teilen“, die aber nicht anerkannt werden konnte, da kein Obmann zur Preisvergabe anwesend war.

Urberach - 300-faches Gegickel, Gequake und Gegurre begrüßte am vergangenen Wochenende die Besucher beim Geflügelzuchtverein 1927 am Ende der Römerstraße. Dort war Kreisverbandsschau.

Einmal im Jahr wollen’s die Züchter wissen. Verschiedene Rassegeflügel waren deshalb bei der Kreisverbandsschau mit angeschlossener Kreisjugendschau ausgestellt und harrten der neugierigen Blicke der Besucher und der Bewertung durch fachkundige Prüfer. Mit dabei waren auch fünf Jugendliche mit insgesamt 43 Tieren. „In den letzten Tagen haben die Züchter ihre Tiere gewaschen und geputzt, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren“, bescheinigte Rödermarks Vorsitzender Mario Luther, dem vor allem der Nachwuchs in den Vereinen am Herzen liegt.

Die Bewertungen in Kategorien wie etwa „b“ wie befriedigend, „g“ wie gut, „sg“ wie sehr gut oder „hv“ wie hervorragend treffen die ausgebildeten und anerkannten Preisrichter, jeder für seine Schwerpunktkategorien. Ein Prüfer darf höchstens 80 Tiere pro Ausstellung bewerten. So musste Mario Luther für die 300 ausgestellten Tiere vier Preisrichter bestellen (und natürlich bezahlen).

Nur für die Kategorie „v“ wie vorzüglich, die höchste aller Bewertungen, muss ein weiterer Richter, ein Obmann, die Tiere zu einer zweiten Meinung anschauen – und genau hierüber stolperte der rege Vorsitzende der Rödermärker Geflügelzüchter selbst. Er hatte mit keiner derart hohen Wertung bei den Ausstellungsstücken gerechnet. Doch genau unter seinen eigenen amerikanischen Pekingenten, von denen er 15 seiner 30 Exemplare ausstellte, kam es zu dieser Wertung mit dem Beisatz „vorzüglich in allen Teilen“. Um dieses große Zuchtlob weiß er nun. Offiziell wurde daraus mangels zweitem Prüfer jedoch „nur“ ein „hv“ für hervorragend. Ohnehin werden nicht alle seiner Enten das kommende Wochenende (kurz vor dem St. Martinstag) überleben. „Die besonders prämierten werde ich natürlich verschonen“, versprach der Züchter.

Großes Lob bekam er bei der Ausstellungseröffnung, bei der Gäste aus Stadt und Kreis anwesend waren, vom stellvertretenden Kreisvorsitzenden Jürgen Lindner: „Obwohl er nur acht bis zehn aktive Mitglieder im Verein hat, hat Mario Luther die mühsame Aufgabe übernommen, diese Kreisverbandsschau gemeinsam mit der Jugend-Kreisverbandsschau zu gestalten.“ Das gehe alles nicht ohne den unermüdlichen Einsatz auch seiner Frau, die auch noch eine gut bestückte Tombola organisiert hatte.

Die schrägsten Tiere der Welt

„Mario, dass ist aller Ehren wert, was du da durchgeführt hast!“ Dass dabei auch noch hervorragendes „Tiermaterial“ mit einem Spitzentier dabei sei, sei besonders zu loben. 300 Tiere aus sechs aktiv beteiligten Vereinen – das wünschte sich der Fachmann auch andernorts.

Konkret auf die Besucher bezogen brachte Kreisbeigeordneter Carsten Müller die Sache auf den Punkt: „Allein, dass mein fünfjähriger Sohn Yannik sofort mitkommen wollte, um die Tiere anzuschauen, ist ein Beispiel dafür, dass sie mit ihrer investierten Arbeit und Zeit Menschen begeistern können fürs Geflügel – das lohnt doch schon.“

Mario Luther selbst formulierte es im Vorwort des Ausstellungskataloges so: „Wir wissen nicht, was uns die Zukunft bringt. Hier im Ballungsraum wird die Tierhaltung immer schwieriger, gleichwohl bildet die Jugendarbeit das Fundament für unsere Zukunft.“ Die Zukunft für die Züchter ist erst einmal klar: die Vergabe der „großen Preise“ dieser Kreisverbandsschau, deren Ausrichter die Urberacher Züchter waren, wird am Montag, 27. Januar 2016, um 19.30 Uhr im Vereinsheim des GZV1927 in der Römerstraße stattfinden. Zur nächsten Kreisverbandsschau wird dann 2016 voraussichtlich nach Offenthal eingeladen werden. (chz)

Quelle: op-online.de

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