Rödermark und Dietzenbach kooperieren

Gemeinsamer Polizeidienst

+
Mit ihrer Unterschrift unter die Vereinbarung haben die Bürgermeister Roland Kern (Rödermark, sitzend, Zweiter von rechts) und Jürgen Rogg (Dietzenbach, sitzend, Zweiter von links) sowie die Ersten Stadträte Jörg Rotter (Rödermark, rechts) und Dietmar Kolmer (Dietzenbach, links) gestern den Weg frei gemacht für die Zusammenarbeit beim Freiwilligen Polizeidienst. Mitte, stehend: Polizeipräsident Roland Ullmann. Das Polizeipräsidium koordiniert die Einsätze.

Rödermark - Gemeinsam geht alles besser. Deshalb arbeiten die Städte Rödermark und Dietzenbach beim Freiwilligen Polizeidienst ab Januar 2015 zusammen. Dann werden bis zu zwölf Helfer gleichzeitig Streife gehen.

Mit der Unterzeichnung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung haben die Bürgermeister Roland Kern (Rödermark) und Jürgen Rogg (Dietzenbach) sowie die Ersten Stadträte Jörg Rotter (Rödermark) und Dietmar Kolmer (Dietzenbach) gestern den Weg frei gemacht für eine finanzielle Beteiligung des Landes an den Kosten. Ein entsprechender Antrag kann jetzt gestellt werden. Das Land Hessen fördert diese Form der interkommunalen Zusammenarbeit fünf Jahre lang mit einem Betrag von 10.000 Euro jährlich. Derzeit hat die Stadt Rödermark keine Polizeihelfer. Allerdings sind drei in den vergangenen Wochen vom Polizeipräsidium Südosthessen schon ausgebildet worden. Sie erhalten heute ihre Verpflichtungsurkunde.

Für die Aufgaben, die in Rödermark wahrgenommen werden sollen, sind sechs Polizeihelfer erforderlich. Die Stadt Dietzenbach verfügt bereits über neun Polizeihelfer. Aufgrund der besonderen Gegebenheiten von Dietzenbach wären dort aber eigentlich zwölf Polizeihelfer erforderlich, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Städte Dietzenbach und Rödermark. Würde jede Kommune die Aufgaben in eigener Regie wahrnehmen, wären also insgesamt 18 Polizeihelfer nötig. Im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit sei allerdings beabsichtigt, nur zwölf Freiwillige auf Streife zu schicken. Die Personalstärke richte sich dabei immer „nach Aufgabenlage“. Jede Kommune könne im besten Fall dann „auf bis zu zwölf Polizeihelfer gleichzeitig zugreifen, was insbesondere bei Großveranstaltungen hilfreich wäre“, wird weiter erläutert. „Beispielsweise könnten Dietzenbacher Polizeihelfer beim Urberacher Rosenmontagszug nach dem Rechten sehen, während die Rödermärker Hilfskräfte beim Weinfest die Ordnungskräfte der Kreisstadt unterstützen könnten.“ Diese wechselseitige Hilfe spare sechs Polizeihelfer ein, ohne dass Einschränkungen bei der Einsatzbereitschaft zu befürchten seien.

Der Landeszuschuss würde fünf Jahre ausreichen. Die Aufwandsentschädigung betrage sieben Euro pro Stunde, die Einsatzzeit 20 Stunden im Monat. Der kommunale Eigenanteil liege pro Kommune lediglich bei 40 Euro im Jahr. Laut Vertrag verpflichten sich die beiden Kommunen, die Einsatzzeiten und -orte unter Federführung des Polizeipräsidiums Südosthessen und der Polizeidirektion Offenbach miteinander abzusprechen.

bp

Quelle: op-online.de

Kommentare