Stadt will Gruppe kräftig aufstocken

Polizeihelfer zeigen Flagge

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Rödermarks Polizeidiensthelfer mit Bürgermeister Roland Kern (rechts).

Rödermark - Der Freiwillige Polizeidienst ging im vergangenen Jahr 690 Stunden Streife an Bahnhöfen, Spielplätzen und anderen neuralgischen Punkten. Dabei informierten die Helfer rund 200 Bürger über den Schutz vor Einbrechern. Von Michael Löw 

Einmal beobachteten sie einen Diebstahl und riefen die Polizei, die den Täter festnahm. Der Freiwillige Polizeidienst ist seit 2015 eine gemeinsame Sache der Städte Rödermark und Dietzenbach. Das Land fördert die Kooperation mit 50.000 Euro über mehrere Jahre hinweg. Fünf Polizeihelfer tun in Rödermark Dienst. Erster Stadtrat Jörg Rotter will die Gruppe dieses Jahr um sechs weitere Helfer aufstocken. Ihr Job zählt als Ehrenamt, für das die Stadt eine Aufwandsentschädigung bezahlt.

Polizeioberkommissar Udo Rebel von der Wache in Dietzenbach koordiniert die Einsätze und entscheidet, welches Duo wann, wo und wie lange Streife läuft. 690 Stunden kamen voriges Jahr zusammen - für rund 900 Stunden wäre Geld da gewesen. Neben der Uniform mit Namensschildern tragen die Polizeihelfer Stadtpläne, Fotoapparat, Verwarnungszettel, Taschenlampen und – für äußerste Notfälle – Pfefferspray bei sich. Doch das blieb in der Tasche stecken. Laut Rotter gab es in diesen 690 Stunden keine Situation, in der die Helfer einer konkreten Gefahr ausgesetzt waren. Anrufe bei der Wache in Dietzenbach sind seltene Ausnahmen, ergänzt Rebel. Auf dem Parkplatz des OBI-Baumarktes sahen sie einen Mann, der unbezahlte Ware ins Auto lud. Die alarmierte Streife nahm ihn fest.

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Die Freiwilligen Polizeihelfer zeigten 2015 überwiegend Flagge an jenen Ecken im Stadtgebiet, die bei Bürgern ein mulmiges Gefühl auslösen. Sie waren bei Festen und Großveranstaltungen präsent, haben beobachtet und gemeldet, waren Ansprechpartner und haben vereinzelt auch Parksünder aufgeschrieben. Gezielt sprachen die Helfer Hundehalter an, die ihre Vierbeiner ohne Leine führten oder deren Hinterlassenschaften nicht eintüteten, Fahrradfahrer auf Gehwegen oder Jugendliche, die mit Schnapsflaschen unterwegs waren. Sie informierten die Stadt über überquellende Mülleimer, fehlende Pflastersteine im Belag der Bürgersteige oder schadhafte Straßenbeschilderungen.

Die meisten der rund 200 Bürgergespräche drehten sich um Einbruchsschutz und die Aufgaben der Freiwilligen Polizeihelfer. Aus der Bevölkerung sei keinerlei Kritik am Freiwilligen Polizeidienst geäußert worden. Die Schlussfolgerung des Ersten Stadtrats und von Klaus Hofmann, Leiter der Polizeistation Dietzenbach: „ ein Erfolgsmodell“.

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Quelle: op-online.de

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