Parlament einstimmig für „Runden Tisch“

Radfahren sicherer machen

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So sicher wie „Am Kreuz“ in Ober-Roden sind Radfahrer nicht überall unterwegs.

Rödermark - Ein „Runder Tisch“ soll das Radfahren in der Stadt attraktiver, sicherer und komfortabler machen. Das hat die Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend einstimmig beschlossen.

Einstimmig forderte das Parlament auch den Magistrat auf, die Kreuzung von Rödermarkring und Kapellenstraße zu entschärfen. In Rödermark läuft längst noch nicht alles rund beim Fahrradfahren. CDU und AL haben daher einen „Runden Tisch“ angeregt, an dem der Allgemeine Deutsche Fahrradclub, Seniorenbeirat, Eltern, Schüler, Stadtverwaltung, Kommunalpolitik und fachkundige Bürger Abhilfe schaffen sollen. Der Arbeitskreis soll zum einen Grundsätzliches zum Verhältnis von Auto- und Radfahrern diskutieren. Das Parlament gab ihm aber auch klar umrissene Aufträge an die Hand: mehr Sicherheit rund ums Märktezentrum, bessere Anbindung ans überörtliche Radwegenetz, vernünftige Fahrradständer und sicherere Schulwege. Hier will die Koalition auch über reine Fahrradstraßen nachdenken. Die hatte der Rodgauer Verkehrsplaner Professor Jürgen Follmann vorige Woche im Interview mit unserer Zeitung vorgeschlagen.

„Radverkehr gehört auch auf die Hauptstraßen“, stellte der SDP-Fraktionsvorsitzende Armin Lauer klar. Dann aber müssten die Kommunen Gefahrenstellen reduzieren. Eine solche hat die SPD an der Kreuzung der Kapellenstraße mit dem Rödermarkring ausgemacht: Radler, die aus Waldacker kommen und nach rechts Richtung Messenhausen abbiegen, landen nach mehreren Ampelphasen nicht auf einem Rad-, sondern auf einem Fußweg.

Autofahrer bilden größtes Ärgernis für Radler

Den Radweg auf der Südseite der Kapellenstraße hat die Stadt vor Jahren wieder abgeschafft, erklärte Erster Stadtrat Jörg Rotter. An der Zufahrt zur Kompostierungsanlage hatte es mehrere gefährliche Begegnungen, darunter einen tödlichen Unfall, zwischen Rad- und Autofahrern gegeben. Wenn Zu- und Abfahrt zur Kompostierungsanlage optimiert würden, kann sich Rotter dort auch wieder einen Radweg vorstellen. Abhilfe könnte auch ein Schutzstreifen am Rödermarkring schaffen. (lö)

Quelle: op-online.de

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