Quartiersgruppe macht jetzt erst Pause

Radfahrer ohne Wetterangst

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Am Bürgertreff kamen seit März die Radfahrer der Quartiersgruppe zusammen, die gemeinsam etwa 20 bis 30 Kilometer durch die Umgebung zurücklegten. Erst jetzt haben sie sich in die Winterpause verabschiedet.

Waldacker - Die Quartiersgruppe hat schon so manches Gute ins Rollen gebracht, unter anderem eine Gruppe von Radlern, die gemeinsam Ausflüge machen, und das auch im Spätherbst wöchentlich. Aber jetzt ist Schluss für dieses Jahr.

Die letzte Tour vor der Winterpause machte den Abschied ziemlich leicht. Grau in Grau und waberten Nebelwände, die Luft war feucht und zugleich kalt - kurz: ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür jagen möchte und das von den Radlern völlig unterschiedlich bewertet wurde. Bei der recht spontan eingelegten Kaffeepause beim Adventsbasar des evangelischen Bastelkreises danach befragt, wie es sich denn bis dahin gefahren hat, kamen unisono die Antworten „Gut!“ und „Schlecht!“

Gut fanden es mehr die Männer, schlecht und mühsam eher die Frauen. Dabei war erst der Anfang der großen „wumboR“-Runde gemacht. Weiter ging es nach kurzer Aufwärmpause durch alle ausstehenden Ortsteile und zurück nach Waldacker: Hier wartete im Restaurant „Zum Waldacker“ schon ein Tisch zum Gänsebraten-Essen. Hier warteten auch all jene sonst eher aktiven Fahrerinnen, die durch Blessuren oder aus Witterungsgründen auf einen Start verzichtet hatten. Nur zweimal war die freitägliche Tour des Wetters wegen ausgefallen. Mit dem Wetter hatten die Radler fast immer Glück - sieht an mal gnädig über den besonders heißen Sommer hinweg.

Seit März haben die Radler viele Kilometer abgestrampelt. Die fleißigsten Teilnehmer waren Ingrid Hübner, Karin Walentin, Peter Eichhorn. Reinhold Harnoth (im Taunus zuhause) und Gerhard Elsesser. Die wenigsten kommen aus Waldacker, stellt Organisatorin Christa Walter (63) bedauernd fest. Für sie ist jeder Freitag eine Überraschung: Mal kommen fünfzehn, mal nur zwei Mitfahrer. Meist kennt die „Chefin“ die Strecken, „und außerdem hab ich tolle Karten“. Die derzeit Jüngste ist Frührentnerin und Anfang 50, alle anderen sind Rentner bis weit über 70. Teilnehmer aus Ober-Roden kommen selbst dann nach Waldacker zum gemeinsamen Start, wenn es danach wieder über Ober-Roden geht.

Von 0 auf 4700 Meter - Mit dem Rennrad hinauf in die Anden

Generell nimmt die Gruppe Rücksicht auf die Schwächsten. „Wir haben auch schon Teilnehmer in Münster abgesetzt, sind weiter bis Dieburg gefahren und haben diejenigen auf dem Rückweg wieder abgeholt“, erzählt Christa Walter. Einmal tat einer Teilnehmerin nach einer längeren Tour der ziemlich Po weh. Doch die Dame hat sich einen Gelsattel gekauft und war eine Woche später wieder da. Alles ist machbar. Eine etwas kraftlose Endsiebzigerin wurde sogar die letzten paar hundert Meter heimgeschoben.

Die Stamm-Truppe telefoniert sich zusammen, und die Damen finden’s ganz gut, dass ein paar Männer dabei zu haben. Bis jetzt gab’s außer einem Plattfuß (der mit Pannenspray vorläufig „geheilt“ wurde“) zwar noch keine größeren Schwierigkeiten, aber ein starker Mann ist da doch die beste Versicherung. Und die Männer machen Ordnung, „wenn wir wieder mal rumzicken im Stile von ‚ich hätte da aber einen besseren Weg gewusst’ oder so“, lächelt die Organisatorin.

chz

Quelle: op-online.de

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