Feuerwehren müssen am Wochenende drei Mal raus

Rauchmelder verhindern Schlimmeres

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In einer Autowerkstatt in der Siemensstraße hatte sich ein Batterieladegerät entzündet und ein Großaufgebot der Feuerwehr auf den Plan gerufen.  

Urberach - Drei Einsätze in nicht einmal 24 Stunden halten am Wochenende die Feuerwehr auf Trab. In zwei Fällen verhinderten Rauchmelder in Wohnungen größeren Schaden.

Ein Alarm am frühen Sonntagmorgen war das Ende eines arbeitsintensiven Wochenendes für die Rödermärker Feuerwehren. Um 6.50 Uhr hatte ein Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus in der Wiesenstraße angeschlagen. Der Alarm rief die Wehren aus Urberach und Ober-Roden auf den Plan - und das alles wegen einer verbrannten Pizza im Backofen. Die Bilanz: Viel Aufregung um eine verrauchte Wohnung.

Der Chef einer Kfz-Werkstatt im Urberacher Gewerbegebiet hatte am Samstag kurz nach halb neun Alarm geschlagen: Aus einer Halle, in der hochwertige britische Autos gewartet und restauriert werden, drang dicker Qualm. Ursache des Schwelbrands war nach den ersten Erkenntnissen ein Batterieladegerät, das sich selbst entzündet hatte, sagte Matthias Göbel, der Pressesprecher der Urberacher Feuerwehr. Die Wehren aus beiden Stadtteilen rückten mit 60 Kräften und neun Fahrzeugen an und verhinderten ein Übergreifen der Flammen auf die Autos und die Halle. Alle Fahr- und Werkzeuge waren allerdings mit einer dicken schwatzen Rußschicht bedeckt. Wie hoch der Schaden ist, konnte die Feuerwehr noch nicht sagen.

Samstagsalarm Nummer zwei ging ein, als die Urberacher Wehr gerade zurück im Feuerwehrhaus war. Ein Anrufer aus der Schillerstraße hatte der Leitstelle um 9.38 Uhr mitgeteilt, dass in der Wohnung über ihm ein Rauchmelder angeschlagen hatte. Weil niemand zu Hause war, brachen die Einsatzkräfte die Tür auf und standen in einem verrauchten Flur. Am Geruch war klar: Angebranntes Essen, das in der Küche vor sich hin kokelte, hatte den Alarm ausgelöst. Der Mieter kam während des Einsatzes zurück. Warum er die Wohnung trotz eingeschaltetem Herd verlassen hatte, sagte er nicht. Die Feuerwehr wird ihm den Einsatz von 14 Mann und drei Fahrzeugen in Rechnung stellen.

Das Wetter hatte den Rödermärker Feuerwehren schon eine unruhige Nacht von Donnerstag auf Freitag beschert. Nach dem heftigen Regen musste die Urberacher Wehr einen Keller in der Chemnitzer Straße auspumpen. In der Konrad-Adenauer-Straße hatte der Sturm Ziegel von einem Dach gerissen. Hier halfen die Ober-Röder Kollegen, um das Haus provisorisch wieder dicht zu machen.

Quelle: op-online.de

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