Reduzierung der Straßenbeleuchtung?

„Sicherheit ein Grundbedürfnis der Bürger“

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Rödermark - Der Verein „Bürger für Sicherheit“ will in Sachen Straßenbeleuchtung Magistrat und Parlament genau beobachten.

„Warten wir mal ab, was das Wort von CDU und AL/Die Grünen „Sparmaßnahmen dürfen nicht zu Lasten der Sicherheit der Bürger gehen“ wirklich wert ist“, schreibt Vorsitzender Wolfgang Schaefer in eine Pressemitteilung. Hintergrund ist ein Rechenmodell der Verwaltung: Rödermark kann eine Ende 2012 beschlossene Sparvorgabe von 130.000 Euro nur erfüllen, wenn abseits der Hauptstraßen und Kreuzungen praktisch alle Lampen ausgeschaltet werden.

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„Anscheinend hat man noch nie etwas vom subjektiven Sicherheitsgefühl der Bürger gehört“, schimpft Schaefer und verweist auf Empfehlungen des Landeskriminalamtes zur Stadtplanung. Dort sei die Rede von „ausreichender Beleuchtung im öffentlichen Raum“. Lücken in der Straßenbeleuchtung sind nach Ansicht der Polizei eine „Einladung für Einbrecher“. Schaefer: „Muss noch mal darauf hingewiesen werden, dass in Deutschland die Zahl der Wohnungseinbrüche ständig steigt, die Aufklärungszahlen aber sinken?“

Auch in der Diskussion um das Rödermark-Leitbild hatte der Verein das Thema mehrfach angesprochen. Er schlug unter anderem eine Optimierung der Straßenbeleuchtung durch den Einsatz von Sparlampen oder Lampen mit Bewegungsmeldern vor. Eine Teilabschaltung oder Reduzierung will Schaefer allein aus Haftungs- und Sicherheitsgründen nicht akzeptieren: „Schon vergessen, dass die Sicherheit ein Grundbedürfnis der Bürger und eine Aufgabe des Staates ist?“ Die CDU/AL-Koalition hatte nach einem Bericht unserer Zeitung per Pressemitteilung versichert, dass sie nicht auf Kosten der Sicherheit sparen will.

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Quelle: op-online.de

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