Netzwerk von beachtlicher krimineller Energie

Unfallbetrüger muss hinter Gitter

Rödermark/Darmstadt - Drei Jahre und drei Monate muss ein 29-jähriger Betrüger ins Gefängnis. Die 18. Strafkammer des Landgerichts Darmstadt verurteilte den Geschäftsmann aus Ober-Roden wegen 17 manipulierter Autounfälle.

Der Angeklagte hatte die Taten in vollem Umfang gestanden und darüber hinaus Kfz-Gutachter, Werkstätten und Rechtsanwälte belastet. Der Prozess fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Sechs Leibwächter begleiteten den 29-Jährigen zu den Verhandlungen.  Richter Thomas Hanke hat ein Urteil wegen gewerbs- und bandenmäßigem Betrug gefällt. Der 29-Jährige hatte im Frühjahr 2008 erstmals einen Unfall vorgetäuscht und mit seinen Komplizen fast 6000 Euro Gewinn gemacht. 16 weitere folgten, bis die Bande 2014 aufflog.

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Bei manipulierten Unfällen kräftig abgesahnt

Der Prozess offenbarte ein Netzwerk von beachtlicher krimineller Energie. Die Masche der Betrüger war in allen Fällen die selbe: Nach manipulierten Auffahrunfällen oder Parkplatzremplern stellten bestochene Sachverständige Gutachten mit überhöhten Schadenssummen aus, „befreundete“ Werkstätten reparierten die Autos auf die billige Tour. Eingeweihte oder bestenfalls leichtgläubige Anwälte setzten die Ansprüche gegen Versicherungen durch. Die zahlten laut Staatsanwalt einen sechsstelligen Betrag zu viel.

Was bedeutet eigentlich Sicherungsverwahrung?

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Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © Symbolbild: dpa

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