Kritik eines Lesers

Dreieichbahn wird zum Bummelzug

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Rödermark - Bestenfalls im gemütlichen Joggingtempo rollt die Dreieichbahn seit einigen Wochen auf den Urberacher Bahnhof zu. „Man kann fast schon neben her gehen“, kritisiert unser Leser Jens Sulzmann aus Ober-Roden.

Karl-Otto Donners fiel nicht nur die geringe Geschwindigkeit auf, sondern auch eine provisorische Beschilderung entlang der Gleise. „Die Langsamfahrstelle ist eine reine Sicherheitsmaßnahme“, sagte ein Bahnsprecher gestern Mittag auf Anfrage unserer Zeitung. Ein Grund dafür seien die Rückstaus auf der Bahnhof-/Ober-Rodener Straße: Vor allem Richtung Ortsmitte fahren viele Autos trotz rotem Blinklicht noch auf den Bahnübergang, kommen aber nicht weiter, weil Linksabbieger in die Kurt-Schumacher-Straße den Gegenverkehr abwarten müssen.

Die Bahn hat die Höchstgeschwindigkeit auf zehn Stundenkilometer begrenzt, damit die Züge rechtzeitig vor einem Hindernis zum Stehen bekommen. Wie lange die Dreieichbahn noch als Bummelzug fährt, konnte der Bahnsprecher gestern nicht sagen. Eine geänderte Einfahrtsregelung in die Kurt-Schumacher-Straße können nur die Stadt und Hessen Mobil gemeinsam anordnen. Sicher sei aber, dass das Tempolimit der Züge keine negativen Auswirkungen auf den Fahrplan habe. Der sei mit Luft kalkuliert, Kunden der Dreieichbahn würden ihre Anschlussverbindungen erreichen.

Quelle: op-online.de

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