Rödermark und Dietzenbach arbeiten zusammen

Land unterstützt Polizeihelfer

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Bürgermeister Jürgen Rogg (links) und Erster Stadtrat Jörg Rotter (rechts) nahmen den Förderbescheid von Innenminister Peter Beuth (Mitte) entgegen.

Rödermark - Gemeinsam geht alles besser. Deshalb arbeiten die Städte Rödermark und Dietzenbach beim Freiwilligen Polizeidienst seit Januar zusammen.

Gestern übergab der Hessische Innenminister Peter Beuth im Rathaus Urberach für das Projekt einen Förderbescheid über 50 000 Euro.

In den vergangenen Jahren hatte der freiwillige Polizeidienst in Rödermark mangels Helfern eine Auszeit genommen. Jetzt sind im Zuge der interkommunalen Zusammenarbeit die Verträge mit den Helfern für fünf Jahre finanziell gesichert. Fünf Stellen gibt’s für Rödermark und neun für Dietzenbach, wobei sich die Polizeidiensthelfer untereinander aushelfen. Zum Beispiel an den brisanten Tagen zu Fastnacht. Eine Stelle ist in Rödermark derzeit nicht besetzt.

Helfer zeigen Präsenz

40 Stunden an sechs Wochenenden waren die neuen Mitarbeiter geschult worden. Zu Fuß oder per Dienstfahrrad sind sie jetzt immer zu zweit unterwegs und steuern neuralgische Punkte wie den Bahnhof Urberach, das Gelände hinterm Badehaus oder den Oberwiesenweg an. Die Helfer zeigen Präsenz und notieren und melden Auffälligkeiten, können auch Parksünder aufschreiben und haben vor allem einen kurzen Draht zu Polizei und Ordnungsamt. Welches Duo wann, wo und wie lange auf Streife geht, entscheidet Polizeioberkommissar Rebel in Dietzenbach. Ihren Dienst treten die Polizeihelfer aber vom Urberacher Rathaus an.

Minister Beuth lobte die Zusammenarbeit der Kommunen

Erster Stadtrat Jörg Rotter und Bürgermeister Jürgen Rogg (Dietzenbach) nahmen im Rathaus Urberach den Förderbescheid entgegen. Minister Beuth bezeichnete das Projekt als wichtigen Baustein für die Sicherheit. Der CDU-Politiker lobte überdies die Zusammenarbeit der beiden Kommunen über Stadtgrenzen hinweg. Die Landesregierung habe solche und ähnliche Projekte bereits mit bisher zehn Millionen Euro gefördert – immer gesteuert von der eigens beim Ministerium seit 2009 angesiedelten „Stabsstelle interkommunale Zusammenarbeit“. 400 Städte und Gemeinden hätten davon profitiert. Sicher sei es „für manche Stadtverordneten manchmal schwer, ein Stückchen loszulassen“. Zusammenarbeit über Grenzen hinweg habe aber nur Vorteile. „Sie bringt Einsparungen, Effizienzsteigerung und obendrauf noch eine Förderung durch das Land.“

(bp)

Quelle: op-online.de

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