Polizei nimmt zwei Männer fest

Bestohlene Frau erkennt Trickdiebe auf der Straße wieder

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Rödermark/Langen - Eine Frau wird erst von einem Trickdieb-Duo bestohlen, um dann den entscheidenden Hinweis für deren Festnahme zu liefern. 

Der Kriminalpolizei in Offenbach gingen bereits am vergangenen Donnerstag zwei mutmaßliche Trickdiebe ins Netz, die gezielt Geschäftsleute ausländischer Herkunft um hohe Geldbeträge geprellt haben sollen. Dies teilten die Beamten heute mit. Nach derzeitigen Stand sollen die 66 Jahre und 51 Jahre alten Männer vor drei Wochen eine 46-jährige Café-Betreiberin aus Rödermark bestohlen haben. Die Täter gaben sich laut Schilderungen der Polizei als Geschäftsleute aus, die miteinander über hohe Summen verhandeln wollten. Wegen angeblicher sprachlicher Barrieren baten sie die Geschädigte darum, in ihrer Muttersprache zu dolmetschen - gegen eine in Aussicht gestellte Provision willigte die Frau ein.

Im Laufe des „Verkaufsgesprächs“ trat ein vermeintliches Problem auf: Der 51-Jährige erklärte der Frau, dass er noch nie Euro-Scheine gesehen habe und nun fürchte, mit Falschgeld getäuscht zu werden. Durch geschickte Gesprächsführung wurde die Geschädigte so weit gebracht, einen vierstelligen Betrag ihres Geldes als „Vergleichsscheine“ herauszugeben. Die Täter prüften das Geld und steckten es in einen Briefumschlag. Anschließend gaben sie der Frau einen Briefumschlag zurück - es war jedoch nicht mehr der selbe. Erst nachdem die Männer gegangen waren, bemerkte die Geschädigte den Diebstahl. Es befanden sich lediglich Papierschnipsel im Umschlag.

Wie werde ich...? Detektiv/in

Zur bereits erwähnten Festnahme kam es, als die Café-Betreiberin einen der Männer auf der Straße erkannte. Während sie die Polizei verständigte, flüchtete dieser in einem Auto, in dem auch sein Komplize saß. Die Polizei schnappte das Duo und nahm beide Männer fest. Weitere Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtigen mit identischem Trick bei einem Geschäftsmann in Langen sowie einem Restaurantbetreiber in Bad Homburg aufgetreten sind. Sie wurden dem Haftrichter vorgeführt, der U-Haft anordnete. Weitere noch nicht bekannte Opfer dieser Diebstahlsmasche werden gebeten, sich bei ihrer zuständigen Polizeistation zu melden.

dani

Quelle: op-online.de

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