Schwere Verletzungen oder verwinkeltes Treppenhaus

Rettungsdienst braucht oft Hilfe der Feuerwehr

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Wenn Verletzte möglichst schonend aus oberen Stockwerken gerettet werden müssen, rufen die Sanitäter die Feuerwehr zur Hilfe. Das passiert in Rödermark etwa 15 Mal pro Jahr, berichtet Stadtbrandinspektor Herbert Weber.

Rödermark - 15 Mal pro Jahr fordert der Rettungsdienst die Hilfe der Feuerwehr bei Krankentransporten an. Die rückt mit dem großen Teleskopmast-Fahrzeug aus, um Verletzte oder Kranke besonders behutsam aus ihren Wohnungen zum Rettungswagen zu befördern.

Verletzungen an der Wirbelsäule, offene Brüche, Wiederbelebung: Immer dann, wenn Patienten besonders schonend zum Krankenwagen gebracht werden müssen oder ununterbrochen medizinische Hilfe brauchen, benötigt der Rettungsdienst die Hilfe der Feuerwehr - zuletzt am Pfingstsamstag in der Urberacher Schillerstraße. Die Sanitäter hatten Unterstützung angefordert, weil sie eine schwer verletzte Frau so behutsam wie möglich zum Rettungswagen bringen mussten. Zunächst rückte die Urberacher Feuerwehr zur so genannten Tragehilfe an. Doch auch mit vereinter Kraft wären drei Etagen Treppenhaus eine Qual für die Patientin gewesen; die Helfer in der Schillerstraße alarmierten zusätzlich das Teleskopmast-Fahrzeug aus Ober-Roden. Dessen Besatzung brachte die Verletzte ebenso vorsichtig wie sicher an den Boden.

Etwa 15 Einsätze dieser Art hat die Rödermärker Feuerwehr im Jahr, erläuterte Stadtbrandinspektor Herbert Weber gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Der Rettungskorb verfügt über eine spezielle Haltevorrichtung, an der die Krankentrage eingerastet werden kann. Je nach Art der Verletzung oder Erkrankung begleiten entweder ein Feuerwehrmann, ein Sanitäter oder der Notarzt den Patienten nach unten.

Dass diese Art der Hilfe vor allem bei 250-Kilo-Patienten nötig ist, verweist Stadtbrandinspektor Weber ins Reich der Fabel: Zum einen sei der Feuerwehr kein solcher Fall bekannt, zum andern ist der Rettungskorb der Ober-Röder Wehr nur auf eine Maximallast von 270 Kilogramm ausgelegt. 80 Kilo davon sind für die vorgeschriebene Begleitperson reserviert. 

Quelle: op-online.de

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