Stadt weist Vorwürfe des VFS zurück

Streit nach Aus für Rehasport

Rödermark - Der Verein für Fitness und Schwimmsport (VFS) hat seinen Rehasport-Kurs, der gestern beginnen sollte, abgesagt, und macht die Stadt dafür verantwortlich. Erster Stadtrat Jörg Rotter weist die Kritik zurück.

Hauptgrund für den Rückzug ist nach Aussage des VFS-Vorstandes die Tatsache, dass der Verein das Badehaus in den Ferien nicht nutzen darf. „Wenn man zu den 13 Wochen Ferien noch die mindestens sechs Wochen Ausfallzeit der Trainerin für Urlaub hinzu rechnet, kann der Rehasport an höchstens 33 Wochen im Jahr stattfinden. Damit kann nicht gewährleistet werden, dass die Teilnehmer die verordneten 50 Einheiten in den höchstens zulässigen 18 Monaten wahrnehmen können“, schreibt der VFS.

Würde der VFS mit seinem Rehasport während der Ferien „an Land“ auszuweichen, muss er das laut Vorstand immer einzeln beantragen. Aber die Schulsporthallen sind in dieser Zeit ebenfalls geschlossen. Als weitere Gründe für die Absage nennt der Verein bürokratische Rahmenbedingungen, die nicht jedem Kranken vermittelbar sind, hohe Kosten für die speziell ausgebildete Trainerin und großen Kommunikations- und Abstimmungsaufwand zwischen Verein und Trainerin. Der Vorstand bedauert diesen Schritt und äußerte gleichzeitig die Hoffnung, dass die Stadt als Betreiberin des Badehauses vielleicht Rehasport anbietet.

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„Das Badehaus ist während der Ferien für jeglichen Vereinssport geschlossen - und zwar seit 2006. Diese Rahmenbedingungen sind auch dem VFS bekannt“, entgegnet Stadtrat Rotter. Außerhalb der Ferien gebe es schon zwei Vereinstage, dabei entfielen auf den VFS fast 75 Prozent der Wasserstunden. Zusätzliche Angebote der Vereine schränken die öffentlichen Badezeiten ein. Rotter: „Jede Reduzierung dieser Zeiten steigert das Badehaus-Defizit!“

ey/lö

Quelle: op-online.de

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