Spatenstich im Jahr 2017

Rödermark unterstützt den Neubau eines Hospizes

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Schatzmeister Herbert Sahm, Bürgermeister Roland Kern, Kuratoriumsmitglied Udo Schimmel, Erster Stadtrat Jörg Rotter und Kuratoriumsmitglied Lothar Mark (von links) treten gemeinsam für die gute Sache ein.

Rödermark - Die Hospizstiftung Rotary Rodgau ist ihrem Ziel ein gutes Stück näher gerückt. Die Stadt Rödermark unterstützt den geplanten Neubau eines Hospizes mit 27.045 Euro. Das ist die bisher höchste Zustiftung einer Kommune für das segensreiche Projekt.

Der Rotary Club Rodgau nimmt sich eines Tabuthemas an: des Sterbens. Die vor 18 Monaten gegründete Hospizstiftung Rotary Rodgau wird den Landkreis Offenbach (möglichst in Rodgau) mit einem stationären Hospiz mit zwölf Betten ausstatten. Aus den vor eineinhalb Jahren als Sockelbetrag von den Clubmitgliedern gespendeten 60.000 Euro sind inzwischen mehr als 360.000 Euro Stiftungskapital geworden. Die Stadt Rödermark leistet mit ihrer beispielhaften Spende von einem Euro je Einwohner dazu einen großen Beitrag. Entsprechend glücklich waren die Gesichter bei der Spendenübergabe im Rathaus Ober-Roden.

Bürgermeister Roland Kern lobte das Vorhaben als „ausgezeichnet und absolut notwendig“. Rödermark beteilige sich an der Finanzierung des Versorgungsangebots ohne Wenn und Aber. Kern dankte den Rotariern für ihr Engagement. Kuratoriumsmitglied Lothar Mark, Schatzmeister Herbert Sahm und Kuratoriumsmitglied Udo Schimmel gaben diesen Dank gerne zurück. Herausragend sei die Zustiftung, da sie die bisher höchste einer der 13 Städte und Gemeinden im Landkreis Offenbach sei.

Dafür hatte sich Roland Kern bereits in einer Bürgermeisterkonferenz im September 2013 stark gemacht, als er anregte, dass jede Kommune im Kreis Offenbach jeweils einen Euro pro Einwohner geben sollte. „Hieran wollten wir uns dann auch selbst halten“, sagte auch der Erste Stadtrat Jörg Rotter. Kern und er wissen aus vielen Kontakten im Freundeskreis wie auch in der Bürgerschaft, welche Nöte es in Familien mit einem schwerkranken Angehörigen hervorrufen kann, sofern kein stationäres Hospizbett frei ist. „Die ambulante Hospiz- und Palliativversorgung deckt vieles ab, und die sie erfahren, sind hierfür höchst dankbar. Die Sterbebegleitung stößt aber dann an ihre Grenzen, sobald die Grundversorgung in der eigenen Wohnung nicht mehr gewährleistet ist.“

Mit einstimmigem Beschluss hatte die Stadtverordnetenversammlung deshalb am 24. März 2015 den Betrag von zunächst 26.000 Euro in den Doppelhaushalt 2015/2016 eingestellt. Dass die Summe nun höher ausfällt, ist dem aktuellen Wachstum der Stadt zu verdanken. Schatzmeister Herbert Sahm ermunterte dies bei der Spendenübergabe zu dem Scherz: „Dann warten wir doch noch ein bisschen ab!“

Spendenkontakt:

Sparkasse Langen-Seligenstadt, BLZ 50652124 Konto 1132976 IBAN: DE49506521240001132976 BIC: HELADEF1SLS

Vereinigte Volksbank Maingau, BLZ 50561315 Konto 8908737 IBAN: DE28505613150008908737 BIC: GENODE51OBH

Rödermark ist unter den Spendern nicht alleine. Die Städte Rodgau und Seligenstadt haben bereits je 20.000 Euro eingebracht. Inzwischen sind Zustiftungen beschlossene Sache in Mainhausen, Hainburg und Obertshausen. Mitten in der parlamentarischen Beratung angekommen ist das Thema in Neu-Isenburg, Egelsbach, Dreieich, Dietzenbach und Mühlheim. Neuen Anlauf müssen Langen (Haushaltssperre) und Heusenstamm (Personeller Neuanfang nach der Bürgermeisterwahl) nehmen. Dort wird die Hospizstiftung Rotary Rodgau also nochmals vorstellig werden.

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Zum endgültigen Standort des Hospizes konnte Kuratoriumsmitglied Lothar Mark noch nichts berichten. Er hofft jedoch auch, dass die Stiftung in Rodgau bald fündig wird. Immerhin soll 2017 Spatenstich sein.

Für den Incoming Präsidenten der Rotarier, Udo Schimmel, ist die Rödermärker Unterstützung doppelt schön. Zum einen weil es der Stiftung dient, zum anderen, weil er mit seiner Firma Alphametrix seit 13 Jahren in Rödermark ansässig ist und das Engagement der Stadt erfreulich findet. Und Erster Stadtrat und Sozialdezernent Jörg Rotter ist froh, dass mit dem Bau eines stationären Hospizes eine Lücke in der Begleitung auf dem letzten Weg geschlossen wird.  (bp)

Quelle: op-online.de

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