Brutaler Kahlschlag oder Baumpflege?

Naturschutz mit der Kettensäge

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Rödermark - Brutaler Kahlschlag oder ganz normale Baumpflege? Unterschiedliche Meinungen gibt es zwischen Anwohnern des Fichtenwegs in Waldacker und Hessen Forst über den Rückschnitt am Waldrand.

Müllabfuhr, Feuerwehr und Transporter kamen wegen überhängender Äste nicht mehr gut in diese kleine Stichstraße hinein. „Es war auch vollkommen in Ordnung, die Äste abzuschneiden“, sagen Anlieger. „Blinder Aktionismus war es allerdings, auch sämtliche Büsche und einen Mirabellenbaum abzurasieren.“ Nachbarn hätten Ginster, Wildrosen und Brombeerhecken am Waldrand immer gepflegt und sich am schönen Anblick erfreut. Dies alles sei rigoros plattgemacht worden. Die Bitte nach einem schonenden Rückschnitt sei freundlich vorgetragen worden. „Aber wir wurden einfach abgebügelt.“

 Forstamtsleiter Christian Münch rät, bis zur nächsten Vegetationsphase zu warten. Dann sei der Anblick versöhnlicher. Das tröstet manche Anwohner nicht. Stark gemacht für einen weniger radikalen Rückschnitt hatten sich insbesondere zwei Anlieger. Ausgerechnet bei ihnen holzte Hessen Forst besonders rabiat ab – was als Schikane gedeutet wird. Als störend empfinden Hausbewohner, dass abgeschnittenes Gehölz am Waldrand liegen gelassen wurde. Eine Anwohnerin brauchte drei Stunden, um das Geäst mühsam in den Wald zu zerren.

Baumfällarbeiten mit dem „Harvester“

red 

Quelle: op-online.de

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