Weichen für Kommunalwahl 2016 gestellt

Rotter ist die Nummer eins der CDU-Liste

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Die CDU übte in der Kelterscheune den Schulterschluss und beschloss die Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 6. März mit überwältigender Mehrheit. Erster Stadtrat Jörg Rotter führt sie an.

Urberach - Die CDU will bei der Kommunalwahl am 6.  März nächsten Jahres stärkste Partei im Stadtparlament bleiben. Beim Listenparteitag stellten die Christdemokraten die Weichen in personeller Hinsicht. Von Michael Löw 

Spitzenkandidat ist der Erste Stadtrat Jörg Rotter, der als hauptamtliches Mitglied des Magistrats aber nicht in die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden kann. Die CDU demonstrierte bei ihrem Listenparteitag für die Kommunalwahl im Frühjahr 2016 Geschlossenheit. Nahezu alle Bewerber erhielten die Stimmen sämtlicher 41 anwesenden Mitglieder, einige wenige mussten mit 40 Ja-Stimmen zufrieden sein. Dieses Ergebnis war ebenso wenig überraschend wie die Besetzung der Liste. Auf Platz eins steht der Erste Stadtrat Jörg Rotter. Durch sein Amt habe er eine ganz enge Verbindung zum Parlament, das diese Stelle ja besetzt, begründete Parteivorsitzende Patricia Lips Rotters Spitzenposition, obwohl er als Hauptamtlicher ja nicht in die Stadtverordnetenversammlung gewählt werden kann. Doch nicht nur formale Gründe sprechen laut Lips für diese Reihenfolge: „Jörg Rotter hat sich durch seine Arbeit in weiten Teilen der Bevölkerung große Achtung erworben.“

Rotter fokussierte sich - wie übrigens alle Redner der Abends - einzig und allein auf die Kommunalwahl am 6. März 2016. „Ich brenne für diese Stadt, ihre Menschen und ihre Interessen“, versprach er seinen Parteifreunden vollen Einsatz. Den erwartet er auch von allen anderen Kandidaten, denn „die Rahmenbedingungen sind nicht einfach“. Die CDU verliert landauf, landab Stimmen bei Kommunalwahlen, die Zeiten absoluter Mehrheiten sind auch in Rödermark längst vorbei. Seit 2011 ist die CDU der größere Partner einer schwarz-grünen Koalition. Die war beim Parteitag ebenso wenig ein Thema wie die Bürgermeisterwahl 2017.

Fraktionsvorsitzender Michael Gensert, die Nummer zwei der Liste, riss lediglich einige politische Schwerpunkte der neuen Legislaturperiode an. „Wir werden den Haushaltsausgleich durchziehen und den Schutzschirmvertrag erfüllen“, versprach Gensert. Um Anschluss an die boomende Wirtschaft im Rhein-Main-Gebiet zu halten, brauche Rödermark gewerbliche Entwicklung. Ob das neue Industriegebiete sein müssen, ließ er offen. Mit dem Vorsitzenden der Jungen Union, Maximilian Steiger (Platz 5), und Isabelle Schrod (Platz 9) hat die CDU zwei 22-Jährige ganz weit nach vorne gerückt.

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Parteichefin Lips ist sicher, dem Wähler eine Liste „von Persönlichkeiten, die alle in unserer Gesellschaft engagiert und in nahezu jedem Bereich zu Hause sind“, zu bieten. Die Bundestagsabgeordnete selbst steht auf dem 43. und letzten Platz der Liste. Damit kann sie vom Wähler nicht wieder ins Stadtparlament panaschiert werden, aus dem sie sich 2013 zurückgezogen hat: Die CDU darf beim Wahlamt nur soviel Kandidaten einreichen, wie die Stadtverordnetenversammlung insgesamt Sitze hat - nämlich 39.

Quelle: op-online.de

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