Freude über Engagement der Telekom

Schnelles Internet ist ein Segen

Rödermark - Seit 2011 mühen sich Stadt und Wirtschaftsförderung um schnelles Internet für ganz Rödermark. Jetzt ist der Durchbruch gelungen. Der Clou: Statt der bisher geschätzten rund sechs Millionen Euro kostet der Netzausbau die Stadt jetzt lediglich einen niedrigen fünfstelligen Betrag.

Schnelles Internet ist für Wirtschaftsstandorte wie Rödermark unverzichtbar. Doch es fehlt das flächendeckende Netz. Seit 2011 gab es in der Stadtverordnetenversammlung verschiedene Ansätze, das Problem zu lösen. Zum Beispiel wurde im Herbst 2012 die „Breitband Rödermark GmbH“ gegründet, um das Projekt in eigener Regie voranzutreiben. Die damals geschätzten Kosten betrugen 5,88 Millionen Euro. Das ist jetzt alles passé. Wie berichtet, wird die Telekom den Landkreis Offenbach – und damit auch Rödermark – bis Ende 2018 versorgen. Für 95 Prozent des Kreisgebiets ist der Breitbandausbau geregelt, über den Ausbau der restlichen fünf Prozent (Froschhausen) muss noch abschießend im Vergabeverfahren verhandelt werden.

Der Kreis hatte den Ausbau im vergangenen Jahr europaweit ausgeschrieben. Allein die Telekom zeigte ernsthaftes Interesse. Deutlich wurde in dem Verfahren, dass der von Rödermark betriebene Zusammenschluss der Kommunen ausschlaggebend für das nun erzielte Ergebnis war. Eine einzelne Kommune hätte dieses gute Ergebnis nicht erreichen können.

Die aktuelle Variante bedeutet, dass Rödermark nicht annähernd so tief in die Tasche greifen muss wie 2012 geplant. Der Stadt entstehen für den Breitbandausbau lediglich die anteiligen Kosten des Gesamtverfahrens in niedriger fünfstelliger Höhe. Und noch besser: Die Telekom baut schnellere Leitungen, als dies die Ausschreibung verlangt hatte. Jetzt sollen etwa 85 Prozent aller Anschlüsse ein Datenvolumen mehr als 100 Megabit pro Sekunde transportieren können.

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Die Vereinbarungen sollen in vier Wochen unterschrieben werden. Dann wollen Kreis und Telekom auch bekannt geben, wann der Ausbau in den einzelnen Kommunen beginnt. Fest steht, dass die Arbeiten bis Ende 2018 abgeschlossen sein müssen. „Für unseren ausgezeichneten Wohn- und Wirtschaftsstandort Rödermark ist diese Entwicklung auf jeden Fall ein Meilenstein“, freut sich Bürgermeister Roland Kern. Er betont, dass die Wirtschaftsförderung Firmen in Sachen Breitband schon immer geholfen habe – auch mit unkonventionellen Mitteln. „Einmal wurden Breitbandkabel sogar durch unsere Kanalisation gelegt.“ bp

Quelle: op-online.de

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