Zehn Teams der Jugendfeuerwehren dabei

In der Seifenkiste rasant bergab

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Rennatmosphäre und ein wenig Aufregung spätestens, wenn oben an der „Box“ das Startsignal ertönt.

Urberach - Kriegen sie die Kurve oder fliegen sie raus? Das Seifenkistenrennen der Jugendfeuerwehren aus dem Kreis Offenbach hielt für Zuschauer und Piloten viele spannende Momente bereit. Die ersten drei Plätze gingen an die Teams aus Rodgau-Süd. Von Christine Ziesecke 

Bestes Rennwetter, eine bis auf die vielen Schlaglöcher gut gesicherte Piste und darauf rund 100 Mal das spannende Erlebnis: Kriegen sie die Kurve unterhalb der Pertuskirche und können sie rechtzeitig bremsen? Beim Seifenkistenrennen auf der Wagnerstraße wetteiferten die Jugendfeuerwehren mit ihren rasenden Kisten um Zehntelsekunden. Leider mangelte es wieder einmal an Zuschauern aus dem Ort und leider waren es auch nur zehn Teams, die sich aber sehr gut in Szene setzten. Sie überzeugten vor allem mit starkem Zusammenhalt. Die zwei unterbesetzten Mannschaften aus Dietzenbach und Offenthal formierten sich zu einem gemeinsamen Team.

Zum Start wurden die sehr soliden Gefährte technisch abgenommen, dann gings los mit Schieben, denn nur wer hochschiebt, kann auch hinunterfahren. Also ging es rund hundert Mal - zehn Mannschaften mit je fünf Fahrerinnen und Fahrern in zwei Durchgängen – zunächst den Berg hoch, direkt unterm Kirchturm – was soll da schon passieren! Die jungen Fahrerinnen (auch davon sehr wenige in diesem Jahr) und Fahrer aus Offenbach, Heusenstamm/Rembrücken, Dietzenbach, Rodgau-Süd, Ober-Roden und vom Ausrichter Urberach wurden vom Startkomitee bis hin zu Bürgermeister Roland Kern auf den Weg geschickt. Die meisten Erwachsenen begleiteten die Fahrer mit recht neidischen Blicken, wohl wissend, dass sie nicht mehr hinein und vor allem wohl nie wieder heraus kämen aus diesen engen Kisten. Nach den beiden Wertungsdurchgängen mit 100 teils rasanten Fahrten waren alle heil im Ziel – keine Unfälle, keine kaputten Garagentore, keinerlei Verletzungen. Ein Fahrer war mit erheblichem Tempo nach dem Ziel in die Strohballen gerast – doch auch er konnte nach dem „Ausbuddeln“ herzlich lachen.

Seifenkistenrennen der Jugendwehr Urberach: Fotos 

Das Rennen machten wieder einmal die drei Mannschaften aus Rodgau-Süd in der Reihenfolge I, III und II. Die Offenbacher belegten den vierten Platz, die Ober-Röder den fünften. Den Fair-Play-Pokal bekam diesmal die Jugendwehr Dietzenbach für ihre Aushilfe bei Offenthal. Als Schnellster des Renntages wurde Sven Kassel ausgezeichnet. Und auch eine besonders sympathische Wertung wurde verliehen: den „Kein-Glück-Pokal“ konnten eben jene Offenthaler mit nach Hause nehmen. Zuvor aber gabs natürlich eine ausgiebige Stärkung in der Fahrzeughalle der Urberacher Wehr, die auch hier dank vieler Wehrleute und dank elterlicher Hilfe ihr Bestes gaben.

Quelle: op-online.de

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